Sitzverteilung im EU-Parlament: Deutschland soll nicht mächtig werden…

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Die EU-Wahl ist nun vorbei. Noch bevor neue Posten verhandelt werden, wird es für uns in Deutschland richtig teuer. Wir erhalten nach einer Meldung von „Capitol Post“ weiterhin lediglich 96 Plätze im EU-Parlament, auch wenn die Briten ihre Plätze (73) im Parlament nie einnehmen werden. Die britischen Mandate werden demnach einfach aufgeteilt. Der Grund ist banal: Wir sollen nicht zu mächtig werden.

Die Zahlen sind erschreckend

Die Zahlen sind dabei erschreckend. Denn der Anteil Deutschlands am EU-Parlament bezogen auf die Einwohner ist unglaublich gering. Ein Mandat repräsentiert etwa 850.000 Bürger. Ein griechisches Mandat hingegen repräsentiert bislang etwa 540.000 Bürger. In Österreich stehen 470.000 Bürger für ein Mandat und in Luxemburg beispielsweise sind lediglich 87.000 Bürger für ein Mandat erforderlich. Der bisherige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist ebenfalls Luxemburger.

Der Einfluss solcher Länder auf das EU-Parlament und damit zumindest einige Macht ist damit recht groß. Zudem, so erinnert „Capitol Post“, muss Deutschland unter anderem auch die Finanzierungslücke (mit) auffangen, die sich durch den Austritt Großbritanniens aus der EU entwickeln wird. Die Zahlen sind gleichfalls erschreckend. Aktuell müssen Sie davon ausgehen, dass zumindest 15 Milliarden Euro mehr – jährlich – aus der Steuerkasse in die EU fließen. Umgerechnet wären dies – jährlich – 500 Euro mehr aus jedem Haushalt. Gleichzeitig erhalten Sie für diese Mehrbelastung bezogen auf die Mandate im EU-Parlament relativ weniger Einfluss.

Die neu entstehenden Mandate übrigens werden zumindest zu fast 50 % nach Frankreich gehen, nach Spanien und nach Italien.

Insofern ist es ausgesprochen erstaunlich, dass die Leitmedien nicht berichten. Deutschland wird noch stärker zur Melkkuh der EU als bislang. Da Deutschland allerdings nicht über eigenes Vermögen verfügt, sondern ausschließlich über Ihre Steuergelder, sind Sie die Melkkuh der EU.

Doch müssen Sie davon ausgehen, dass dieses Missverhältnis sich in den kommenden Monaten noch einmal weiter verschlechtern wird. Denn die Euro-Zone muss spätestens 2020 von steigenden Zinsen ausgehen. Steigende Zinsen bedeuten automatisch, dass die Schuldner innerhalb der Euro-Zone mehr Aufwendungen leisten müssen. Die neuen Schulden, die nahezu jedes Land aufnimmt, kosten mehr.

Genau darüber wird derzeit hinter den Kulissen der Mächtigen gesprochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) sucht einen neuen Chef, der im Herbst antritt. Dies könnte Jens Weidmann werden, bislang Präsident der Deutschen Bundesbank. Der wiederum fordert höhere Zinsen. Damit wird Ihre Belastung als Steuerzahler über die Haftung für andere EU-Staaten steigen.

Das Maßnahmenbündel wird jetzt bereits geschnürt. Wie Sie sich wappnen können, wenn die Steuern steigen, wenn die Zinspolitik sich ändert und weitere Enteignungsmaßnahmen anstehen, lesen Sie hier.

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