Soja: Das Wundermittel gegen Krebs – oder?

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Krebsprävention wird auch in diesen Tagen wieder groß geschrieben. Immer neue Wundermittel tauchen in den Medien auf. Die Forschung ginge immer weiter, berichten Radio und Fernsehen. Und nebenher werden zahlreiche Tipps zum Thema „richtiger Ernährung“ veröffentlicht, die präventiv oder gar kurativ wirken sollen. Was ist dran? Wir haben Zweifel. Denn so gibt es beispielsweise für „Soja“ eine Gegenindikation, über die wir hier bereits berichteten…

Vegetarische und vegane Ernährung – Eiweißhilfe Soja?

Um genügend Eiweiß zu bekommen, greifen viele Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, auf Sojaprodukte zurück. Diese sind nach Meinung vieler Anwender eine sehr gute Alternative und liefern zudem stabil Eiweiß. Schließlich wird Soja zugeschrieben, es würde sogenannte „sekundäre Pflanzenstoffe“ bereitstellen, die wiederum die geringe Ausbreitung von Krankheiten wie einigen Krebsformen, Herzerkrankungen, Osteoporose oder auch Wechseljahresbeschwerden in Asien verantwortlich zeichneten, wo Soja regelmäßig gegessen wird.

Das sogenannte „Superfood“ ist auch bei uns in Europa immer beliebter geworden. Nur: „Viele Zellkultur- und Tierstudien haben zwar bewiesen, dass die Soja-Isoflavone Genistein und Daidzein einen wachstumshemmenden Effekt auf Tumorzellen haben. Der World Cancer Research Fund (WCRF) konnte jedoch nicht belegen, dass Soja Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs vorbeugen kann.

Es scheint jedoch relativ sicher erforscht zu sein, dass von Soja abzuraten ist, wenn sich bereits ein Tumor in der Brust gebildet hat. Denn Genistein und Daidzein wirken ähnlich wie das Hormon Östrogen. Sie docken an entsprechenden Rezeptoren in der Brust an. Das ist vor allem fatal, wenn auch die Krebszellen östrogenpositiv sind, also entsprechende Antennenmoleküle besitzen. Dass Soja nach der Diagnose Brustkrebs negative Eigenschaften haben könnte, legen frühere Versuche verschiedener Arbeitsgruppen nahe.

US-Wissenschaftler um Moshe Shike vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center haben herausgefunden, dass eine tägliche Nahrungsergänzung mit 50 Gramm Sojaprotein bei brustkrebskranken Frauen die Genexpression (Vorgang, bei dem genetische Information umgesetzt wird) tumorfördernder Stoffe steigert. Brustkrebspatientinnen wird daher geraten, auf Sojaprodukte zu verzichten. Da Frauen auch unentdeckte kleine Tumore in ihrer Brust tragen können, raten die Forscher zu Vorsicht: Alle Frauen sollten generell nicht zu große Mengen an Sojaprodukten essen.“

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