Soziale Medien: Hier werden deutsche Ausweispapiere verkauft

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Soziale Medien: Hier werden deutsche Ausweispapiere verkauft

 

Unfassbarer Skandal in den sozialen Medien. So werden „geschlossene Gruppen“ genutzt, hier Ausweispapiere zu handeln. Dies hat jüngst die „BILD“-Zeitung dokumentiert, die fünf Monate lang für diese Arbeit aufgewendet haben will. Flüchtende, die schon in Deutschland angekommen sind, würden demnach hier ihre Papiere zum Verkauf stellen. Dass dies nicht nur Flüchtende treffen kann, sondern auch für Terroristen interessant werden könne, liegt fast auf der Hand.

Bundespolizei warnt schon

Den Handel im Internet hatte zuvor allerdings auch schon die „Bundespolizei“ aufgegriffen. Hiernach warnt die Institution davor, dass der Handel im Netz floriere. Wortwörtlich heißt es laut „Spiegel“, „insbesondere deutsche Reisedokumente werden in den sozialen Medien zum Verkauf angeboten“. Dabei seien vor allem syrische Flüchtende aufgefallen, die seit etwa 1,5 Jahren gerade innerhalb der Türkei immer öfter Anzeigen aufgegeben hätten, wonach ihre europäischen Dokumente verloren gegangen seien. Die Behörden nehmen an, dass diese Dokumente weitergereicht worden seien – eben eventuell auch gegen Geld als Verkauf.

Terrorverdächtige werden – in einigen begrenzten Fällen jedenfalls – ebenfalls unter den Abnehmern vermutet. Dabei seien insbesondere Dschihadisten aus dem Irak bzw. Syrien wieder in die Bundesrepublik Deutschland eingereist.

Vor dem Hintergrund solcher Anschuldigungen ist und bleibt vollkommen unklar, was der Masterplan Seehofers bewirken sollte. Die Dokumente die einzige Möglichkeit, um festzustellen, wer bereits zurückgewiesen worden war und wer nicht. Insofern würde es nach Meinung einiger Kritiker selbst bei einer scharfen Zurückweisung zu Gegenbewegungen mit noch professionellerem Handel mit Reisedokumenten kommen.

Wer bereits in Deutschland lebe, könne seine Dokumente einfach nach draussen geben (so, wie es geschieht) und dafür sorgen, dass andere Flüchtende nachziehen. Darauf geht etwa der Masterplan Seehofers gar nicht ein. Flüchtlingsbewegungen würden damit lediglich teurer werden, Schleuserbanden noch mächtiger (die diese Organisatin übernehmen würden) und die Strukturen in Deutschland würden durch Kriminelle massiver kontrolliert werden. Vorstellbar sei, dass etwa Profiteure mit neuen Dokumenten sich in Deutschland für bestimmte Tätigkeiten verpflichten ließen. Sie sind dann ja a) einkommenslos, da sie nicht die Originalinhaber der Reisedokumente seien und b) erpressbar.

Ein Problem, das ein populärer „Masterplan“ so nicht löst.



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