Spahn: Der heimliche Gewinner in der Union?

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Ein interessanter Gastbeitrag in „Focus“ vom Journalisten Gabor Steingart wirft ein neues Licht auf die Vorsitzenden-Kür in der Union. Jens Spahn, so die Intention des bekannten Autors, sei der heimliche Gewinner. Die Basis würde „aufhorchen“. Dies liege daran, dass sich Jens Spahn mit seinem Vorstoß zum sogenannten „UN-Migrationspakt“ keine Freunde des „political correctness“ schafft. Der Vorstoß ist insofern bemerkenswert, als er hier der „autoritätsgläubigen“ Merkel-Union ordentlich Probleme verschafft.

Spahn ist „aufmüpfig“

Der Kandidat wird damit als „aufmüpfig“ beschrieben. So viel „Aufmüpfigkeit“ habe es in der Union bislang noch nie gegeben. Der erste Landesverband, hier Sachsen-Anhalt, hat sich bereits mit dem Kandidaten solidarisiert. Und Thüringen versuche als nächster Landesverband hier die Signale richtig zu setzen. Ohnehin sei die CSU auf seiner Seite. Spahn würde damit hier als „Bauchredner einer grummelnden Basis“ punkten.

Damit, so der frühere Regierungssprecher unter dem damaligen Kanzler Schröder, Béla Anda, mache Spahn „alles“ richtig. Er gewinne. Zwar nicht unbedingt das „Rennen“ um den Vorsitz innerhalb der Partei, aber doch deutlich hinsichtlich seines Profils, er habe „ins Wespennest der Union gestochen“.

Anda sei der Meinung, so zitiert der Autor des Gastbeitrags, dass insgesamt zwar Angela Kramp-Karrenbauer im Kampf um den Vorsitz vorne liegen würde. Dies würde jedoch an der Ausgangsposition „nichts ändern“. Friedrich Merz werde den Sieg davon tragen. Dem widerspricht allerdings, so wiederum Steingart, der Kommunikationsexperte Michael Inacker. Der sieht Friedrich Merz weit hinten. Denn der Kandidat zeige zuviel Angst. Das wiederum würde ihn blockieren, so die Auffassung.

Wir sehen derzeit keinen Favoriten in der Union, der sich eindeutig durchsetzen könne. Nur soviel scheint klar: Jens Spahn ist in den Umfragen weit hinten. Sein Profil wird schärfer, da hat Steingart recht. Möglicherweise hilft ihm das bei der nächsten Kandidatur – oder als Minister in einer neuen Regierung mit eventuell bedeutenderem Amt.

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