Spannende Geopolitik: Das Blatt wendet sich – China entsendet ebenfalls Militär nach Venezuela

Diego Garcia - B52-H
B-52G/H Stratofortress, Bomber, Aircraft, USAF photo. Primary Function: Strategic heavy bomber. Contractor: Boeing Military Airplane Co.; power plant and manufacturer: Eight Pratt & Whitney engines. Speed: 650 mph maximum. Dimensions: Wingspan 185 ft.; length B-52G, 160 ft. 11 in., B-52 H, 159 ft. 4 in., height 40 ft. 8 in. Range: Unrefueled--G-model, 7,500 miles; H-model, 8,800 miles. Armament: Approximately 70,000 lbs of mixed ordnance--short-range attack missiles, bombs and mines (some modified to carry air-launched cruise missiles and some modified to carry anti-ship missiles); G-model has four .50 caliber machine guns in tail turret; H-model has 20mm Gatling gun. Crew: two pilots, navigator, radar navigator and electronic warfare officer.

Nur eine Woche nach der Landung eines russischen Militärkontingents in Venezuela, hat China am vergangenen Wochenende ebenfalls Militärpersonal nach Venezuela geschickt. Die Entsendung chinesischen Militärs kann zweifellos als ein wichtiges Ereignis in der Weltpolitik angesehen werden. Denn im Gegensatz zu Russland, das seine Streitkräfte immer wieder ins Ausland entsendet hat, ist die Verlegung von chinesischem Militär ein Novum. Obwohl auch in Syrien wichtige chinesische Interessen auf dem Spiel stehen, hatte China kein Militär in das Land geschickt.

Eine Gruppe von 120 Militärangehörigen soll bereits am 28. März auf der Karibikinsel Margarita vor dem venezolanischen Festland angekommen sein, um humanitäre Hilfe und militärische Regierungstruppen zu liefern. Die Presse berichtete jedoch kaum über die Verlegung des chinesischen Militärs nach Venezuela.

Seit Jahren unterhalten China und Venezuela Handelsbeziehungen. Allein zwischen 2010 und 2014 hat Venezuela Waffen im Wert von rund 350 Millionen Dollar aus China importiert, darunter Flugzeuge, Panzer, Munition, Uniformen, Infanterieausrüstung sowie Ersatzteile. Sowohl Russland als auch China haben stark in Venezuela investiert. Peking hat Caracas im letzten Jahrzehnt etwa 62 Milliarden Dollar an Krediten gegeben – Moskau hat rund 17 Milliarden an Krediten zur Verfügung gestellt. Erst im Dezember 2018 unterzeichneten Moskau und Peking ein neues Abkommen mit Caracas. Die Länder werden weiter in Venezuelas Öl und Gold investieren. China und Russland sind die beiden Hauptgläubiger Venezuelas.

Die Interessen Chinas und Russlands an der Kollaboration mit Venezuela sind jedoch unterschiedlich. Dies behauptet zumindest die US-Zeitung „LA Times“. China wolle für seine Investitionen Rohstoffe und Öl, während Russland eher ein Interesse daran habe, seine militärische Präsenz auszuweiten und einen Brückenkopf in Südamerika zu errichten – ein militärisches Säbelrasseln, um die USA in Schach zu halten.

Mit dem Auftauchen der chinesischen Truppen wendet sich das Blatt im Kampf um Venezuelas Souveränität. Die Machtdemonstration gegenüber den USA ist eindeutig, denn die USA haben bislang ihren Druck auf den Regimewechseln in Caracas nicht verringert. Schon die Ankunft von russischem Militär dürfte in Washington eine nervöse Reaktion ausgelöst haben: US-Sicherheitsberater John Bolton warnte den Kreml, militärische Einheiten nach Venezuela oder einen anderen Ort auf der amerikanischen Hemisphäre zu verlegen: „Wir werden solche provozierenden Aktionen als direkte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit in der Region betrachten“.

Nachdem bereits russisches und kubanisches Militär nach Venezuela verlegt worden ist, dürfte jetzt das Nachziehen Chinas für Trump eine bittere Pille zu Schlucken sein. China schließt sich tatsächlich Russland an, um seine eigenen und die Interessen Venezuelas zu wahren. Die Truppenverlegung Chinas dürfte der entscheidende Faktor im Machtkampf um Venezuela sein. Peking machte bereits klar, dass es nicht nur Interessenvertreter ist, sondern auch seinen wachsenden globalen Einfluss geltend machen will – jedoch ohne Monroe-Doktrin.

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