SPD-Politiker Karl Lauterbach will SPD-Chef werden…

www.shutterstock.com, AndreyFilippov.com, 1347831923

Der „Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach will SPD-Chef werden. Dies wurde am Ende der Woche bekannt. Er wünscht sich zusammen mit der Parteifreundin Nina Scheer eine Doppelspitze und will die SPD „linker“ werden lassen.

Gesundheitsökonom steht links

Karl Lauterbach ist in den vergangenen Jahren regelmäßig als Talkshowgast aufgetreten. Der Politiker ist derzeit stellvertretender Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Deutschen Bundestag. Dem „Focus“ gegenüber offenbarte er seine wesentlichen Ziele. Er kämpfe für „mehr Polizei“, für „mehr Sicherheit“ und schnellere Verfahren. Gemeint sind offenbar Verfahren im Kampf gegen Straftäter, aber auch Verfahren im Kampf um die Abschiebung von Menschen, die keinen Aufenthalt in Deutschland für sich beanspruchen können.

„Sicherheit“ ist ihm offenbar ein Herzensanliegen. Denn auch die „Pflege“ gehört aus seiner Sicht zur „Sicherheit in kritischen Lebenssituation“. Weitere Ausführungen dazu sind nur in Auszügen erhältlich. So tritt Lauterbach für eine Vermögenssteuer ein, möchte eine „sinnvolle CO-2-Steuer“ etablieren und die „Steuersystematik“ insgesamt umbauen. Zudem wünscht sich Lauterbach eine „Bürgerversicherung“ im Gesundheitssystem, also eine Versicherung, in die alle Bürger, ob selbstständig oder verbeamtet, einzahlen müssten. Zudem seien „alle Bürger gleich“, eine Unterschiedsbehandlung könne es also nicht geben.

Er denke an ein System mit „weniger Bürokratie und mehr Leistungsdichte“, am Ende solle die Qualität steigen und die „Gesundheit für alle bezahlbar“ sein.

Zudem solle die Rentenversicherung gerechter werden. So kündigt Lauterbach eine „Erwerbstätigenversicherung“ an. Offenbar auch ein System, in das alle Erwerbstätigen einzahlen sollen: Selbstständige wie Beamte und abhängig Beschäftigte.

Die Diskussion dürfte interessant werden, denn die bisherigen Probleme der Sozialversicherungen verorten andere Experten nicht nur darin, dass nicht alle einzahlen müssen. Sondern vor allem die fachfremden Leistungen – etwa in der Rentenversicherung – gelten als Belastung, die nicht getragen werden sollte. Dass es zu weniger Bürokratie kommen soll, ist ehrgeizig, aber unglaubwürdig. Die vergangenen Jahrzehnte haben die Sozialversicherungen insbesondere als Bürokratie-Giganten erscheinen lassen.

Die SPD-Programme werden zusehends unglaubwürdiger – sehen Sie selbst.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen