SPD und das Wohnungsproblem: Ganz falsche Erklärungen

www.shutterstock.com, SergeyKlopotov, 532057639

Hubertus Heil, Sozialminister der SPD, hat in einem Interview nun erklärt, wie das Wohnungsproblem in Deutschland entstanden se. Die SPD sieht demnach den Mangel an Wohnungen, die der Staat bereitgestellt hat, als Grundproblem. Zudem habe man zugelassen, dass zu wenig gebaut oder Eigentum gebildet wird und es müsse mehr Beihilfen geben. Die Kritiker sehen in den Beiträgen der SPD zum Thema einen Hinweis darauf, dass die Partei das Problem und den Markt noch immer nicht verstanden habe.

Staat soll „helfen“

Wohnungen entstehen zumindest auch, wenn die Investoren sich betätigen. Dies ist in Deutschland geschehen, weil die Zinsen bedingt durch die EU extrem niedrig gewesen sind. Das hat zu einer Geldschwemme in den Immobilienmarkt geführt. Die Preise steigen und stiegen erwartungsgemäß – einfach als Inflation, die sich bei Geldschwemmen immer bilden wird.

Die Immobilienmärkte leiden offensichtlich zudem daran, dass Investitionswillige in vielen Kommunen zu wenig Bauland vorfinden, so die Kritiker. Der Staat arbeitet entweder nicht erfolgreich bei der Akquisition von Bauland, wie zahlreiche Kommunen selbst beklagen. Oder der Staat arbeitet beim Ausweis von Bauland zu langsam.
Zudem sitzt der Staat etwa über die Deutsche Bahn selbst auf zahlreichen Liegenschaften, die noch nicht an den Markt gekommen sind.

„Beihilfen“, die Hubertus Heil indirekt anspricht, gibt es bereits. Dennoch sind die Mieten für viele Haushalte zu hoch. Auch hier beteiligt sich der Staat enorm. Steuern und Abgaben/Gebühren auf Immobilien steigen seit vielen Jahren. Die energetischen Anforderungen nehmen zu. All dies kostet Geld – und wird ausschließlich über die dann höheren Mieten verdient.

Schließlich aktiviert der Staat über seine Steuerpolitik die Investition in Eigenheime nicht. Noch immer müssen Investoren, die erstmalig investieren, höhere Grunderwerbsteuern zahlen und außerdem damit rechnen, beim Verkauf der Immobilien Steuern zahlen zu müssen. Eine absurde Rechnung, denn zugrunde gelegt wird der Kaufpreis von Immobilien exklusive Finanzierungskosten.

Der Staat hat viel zu tun – sollte sich allerdings eher auf Rahmenbedingungen konzentrieren.



Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen