Spiel mit dem Weltkrieg (II)

Assad: USA schuld am letzten Bruch der Waffenruhe
Syrien - total zerstört
BERLIN/DAMASKUS
(Eigener Bericht von German Foreign Policy) – Die Bundesregierung begleitet die am Wochenende gestartete Militäroffensive jihadistischer Milizen in Aleppo mit der Verstärkung ihres Drucks auf Russland. Moskau müsse “als wichtigster Unterstützer des Regimes” in Damaskus dafür sorgen, dass nun “eine tragfähige Übereinkunft für Aleppo” möglich werde, fordert Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Tatsächlich ist der von Russland Ende letzter Woche initiierte Waffenstillstand von den aufständischen Milizen gebrochen worden, die, wie ein britischer Journalist aus Aleppo berichtet, auch die Evakuierung der Zivilbevölkerung mit dem Beschuss von Fluchtkorridoren verhinderten. Über ähnliche Praktiken des IS im irakischen Mossul heißt es zutreffend, er benutze Zivilisten als “menschliche Schutzschilde”. Die Bundesregierung erhöht ihren Druck zu einem Zeitpunkt, zu dem Moskau seine militärische Stellung im östlichen Mittelmeer stärkt, aktuell mit der Entsendung einer Flugzeugträgerkampfgruppe vor die syrische Küste. Sie soll dazu beitragen, Russland auf Augenhöhe mit den westlichen Mächten zu bringen; auch die Bundeswehr beteiligt sich mit einer Fregatte am Einsatz des französischen Flugzeugträgers “Charles de Gaulle” in der Region, in die der russische Flugzeugträger “Admiral Kusnezow” derzeit strebt. Forderungen insbesondere aus der Parteiführung von Bündnis 90/Die Grünen, eine Flugverbotszone für Syrien zu verhängen, bereiten eine weitere, den direkten Krieg mit Russland riskierende Eskalation vor.

Die Offensive der Jihadisten

Die aktuelle Offensive aufständischer Milizen in Aleppo, darunter zahlreiche Jihadisten, ist in den vergangenen Tagen unter Ausnutzung der von Moskau gewährten Feuerpause systematisch vorbereitet und öffentlich angekündigt worden. Bereits am Freitag teilte ein Kommandeur des Al Qaida-Ablegers in Syrien, Jabhat Fatah al Sham [1], mit, man warte “auf das Startsignal für eine entscheidende Schlacht, die das Regime und seine Milizen überraschen wird”.[2] Die Planungen für die Offensive sind nach Auskunft des US-amerikanischen Syrien-Experten Charles Lister von einem Milizenbündnis zwar ohne Jabhat Fatah al Sham, dafür aber unter Mitwirkung der mächtigen Jihadistenmiliz Ahrar al Sham entwickelt worden; der Jabhat Fatah al Sham-Ableger Jabhat Fatah al Sham hat seine Beteiligung an der jetzt gestarteten Offensive allerdings zugesagt. Laut Lister, der über exklusive Verbindungen in die aufständischen Milizen verfügt, sind die ersten Angriffe bereits am Samstag gestartet worden. Ziel sei es zunächst, eine strategisch bedeutende Straße (Castello Road) wieder einzunehmen. “Staaten aus der Region” leisteten “substanzielle Unterstützung”, teilt Lister mit. Der Sache nach dürfte es sich bei den genannten Staaten um die Türkei und/oder Saudi-Arabien handeln.
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1 Kommentar

  1. In this 2015 interview conducted by Belgrade based think tank, Strategic Culture Foundation, controversial religious scholar and geopolitical analyst Sheikh Imran Hosein distills the current chessboard including the US, Libya, Egypt, Israel, Russia, Syria, Serbia, Turkey, the Ukraine, Crimea, and the real risks of a nuclear war triggered by a false flag – which could plunge the world into another dark age.

    ( http://21stcenturywire.com/2016/10/22/interview-sheikh-imran-hosein-on-isis-russia-and-the-cia-jihad-in-syria/ )

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