Stalins willige Vollstrecker

YNET NEWS, eine Maistream-Webseite in Israel und ein tapferer jüdischer Autor diskutieren in einem Artikel aus dem Jahre 2006 über den Genozid und Massenmord in den Zeiten des Roten Terrors in der Sowjetunion:

Stalin’s Jews

Wir dürfen nicht vergessen, dass einige der größten Mörder in der Geschichte Juden waren

Published:12.21.06, 23:35 / Israel Opinion (Übersetzung von politaia.org, Links und Hervorhebungen durch politaia.org, Bilder durch politia.org eingefügt)

Es gibt hier ein besonders einsames historisches Datum: Vor fast 90 Jahren, zwischen dem 19. und 20 Dezember 1917, inmitten der bolschewistischen Revolution und des Bürgerkrieges, unterzeichnete Lenin ein Dekret zur Aufstellung der Allrußländischen Außerordentlichen Kommission zur Bekämpfung der Konterrevolution und Sabotage , auch unter dem Namen Tscheka bekannt.

Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich die Tscheka zur größten und grausamsten Sicherheitsorganisation. Ihre organisatorische Sruktur änderte sich alle paar Jahre, so auch ihr Name: Er wechselte von Tscheka zu GPU, später zu NKWD und noch später zu KGB.

Wir wissen nicht mit Sicherheit, wieviele Tote auf das Konto der Tscheka in ihren verschiedenen Manifestationen gehen, aber die Zahl liegt mit Sicherheit bei mindestens 20 Millionen, einschließlich der Opfer der Zwangskollektivierung, des Hungers, der großen Säuberungen, der Vertreibungen, der Verbannungen, der Exekutionen und dem Massensterben in den Gulags.

Ganze Bevölkerungsgruppen wurden eliminiert: Freie Bauern, ethnische Minderheiten, Mitglieder der Bourgeoisie, altgediente Offiziere, Intellektuelle, Künstler, Aktivisten der Arbeiterbewegung, “Oppositionsmitglieder”, die völlig willkürlich definiert wurden und zahllose Mitglieder der Kommunistischen Partei selbst.

In seinem neuen und hochgelobten Buch ” “The War of the World” schreibt der Historiker Niall Ferguson, dass in der Geschichte der Menschheit keine Revolution ihre Kinder mit dem gleichen unersättlichen Appetit verschlungen habe, wie die sowjetische Revolution. In seinem Buch über die stalinistischen Säuberungen schreibt Dr. Igal Halfin von der Universität von Tel Aviv, dass die stalinistische Gewalttätigkeit insofern einzigartig war, dass sie sich nach innen richtete.

Lenin, Stalin und ihre Nachfolger haben ihre Taten nicht ohne die breite Mitarbeit von disziplinierten “Terrorbeamten”, brutalem Verhörpersonal, Spitzeln, Henkern, Wachmannschaften, Richtern und Perversen ausführen können; und auch nicht ohne die Mithilfe von vielen blutenden Herzen – Mitglieder der westlichen Linken – die von dem sowjetischen Terrorregime getäuscht wurden und diesem sogar eine koschere Unbedenklichkeitsbescheinigung lieferten.

Alle diese Dinge sind in der einen oder anderen Hinsicht wohlbekannt, wenn auch die Archive der früheren Sowjetunion noch nicht in Gänze für die Öffentlichkeit geöffnet sind.

Aber wer weiß darüber Bescheid? In Russland selbst wurden nur sehr wenige Leute für ihre Verbrechen im Dienste des NKWD und des KGB vor Gericht gestellt. In der öffentlichen Diskussion im Russland von heute wird die Frage “Wie konnte so etwas bei uns passieren?” völlig ignoriert. Im Gegensatz zu den osteuropäischen Nationen haben die Russen mit ihrer stalinistischen Vergangenheit nicht abgerechnet.

Genrich Grigorjewitsch Jagoda 1936 — Bildquelle: wikipedia

Und wir, die Juden? Ein israelischer Absolvent einer High School hat noch niemals etwas über den Namen Genrich Jagoda gehört, des größten jüdischen Mörders des 20. Jahrhunderts, des stellvertretenden Kommandeurs des GPU und Gründers und Kommandeurs des NKWD. Jagoda führte gewissenhaft die Kollektivierungsbefehle Stalins in die Tat um und war für den Tod von mindestens 10 Millionen Menschen verantwortlich. Seine jüdischen Stellvertreter errichteten und lenkten das Gulag-System. Nachdem ihm Stalin nicht mehr gewogen war, wurde Jagoda degradiert und exekutiert. Er wurde als Chefhenker 1936 von  Nikolai Jeschow ersetzt, dem “blutrünstigen Zwerg”.

Jeschov war kein Jude, aber mit einem emsigen jüdischen Weib gesegnet. In seinem Buch “Stalin: Court of the Red Star” schreibt der jüdische Historiker Sebag Montefiore, dass während der Zeit, als die kommunistische Mördermaschine auf Hochtouren lief, Stalin von hübschen jungen  jüdischen Frauen umgeben war.

Unter Stalins engen Mitarbeitern und Loyalisten war auch das Mitglied des Zentralkomitees und des Politbüros Lasar Kaganowitsch. Montefiore charakterisiert ihn als den “ersten Stalinisten” und fügt hinzu, dass Kaganowitsch die Verhungerten in der Ukraine nicht berührten, eine Tragödie ohne Parallele in der Menschheitsgeschichte, sieht man einmal von dem Nazi-Horror und Maos Terror in China ab.

Lasar Kaganowitsch — Bildquelle: wikipedia

Viele Juden verkauften ihre Seele an den Teufel der Kommunistischen Revolution und haben für alle Ewigkeit Blut an den Händen. Wir werden noch einen vorstellen: Leonid Reichman, Chef der Spezialabteilung des NKWD und Chefvernehmer der Organisation, der ein besonders grausamer Sadist war.

Im Jahre 1934 waren laut den veröffentlichten Statistiken  38,5 Prozent der Leute in den höchsten Machtstellen im sowjetischen Sicherheitsapparat jüdischer Herkunft. Auch sie wurden nach und nach in den folgenden Säuberungen eliminiert. In einer faszinierenden Vorlesung an der Universität Tel Aviv in dieser Woche beschrieb Dr. Halfin die Wellen des sowjetischen Terrors als einen “Karneval des Massenmords”, als “Phantasie von Säuberungen” und als “Essenz von Bosheit”. Es stellt sich heraus, dass auch Juden, sobald sie in einer messianischen Ideologie gefangen sind, große Mörder  werden können und zu den größten bekannten Mördern in der modernen Menschheitsgeschichte zählen.

Die in den offiziellen kommunistischen Terrorapparaten tätigen Juden (in der Sowjetunion und im Ausland), die sie zeitweise leiteten, taten das nicht als Juden, sondern als Stalinisten, Kommunisten und “Menschen der Sowjetunion”. Und so kann man ihre Herkunft leicht ignorieren und sich dumm stellen: Was haben wir mit denen zu tun? Aber lasst sie uns nicht vergessen. Mein Standpunkt ist ein anderer. Ich finde es nicht akzeptabel, wenn jemand als Mitglied des jüdischen Volkes angesehen wird, wenn er große Dinge tut, aber nicht als Mitglied unseres Volkes angesehen wird, wenn er unglaublich verachtenswerte Dinge tut.

Selbst wenn wir es abstreiten, können wir der jüdischen Herkunft “unserer Henker” nicht entkommen, welche dem Roten Terror mit Loyalität und Hingabe von Anbeginn dienten. Schließlich werden uns andere immer an deren Herkunft erinnern.

Sever Plocker is chief economics editor and deputy editor-in chief of Yedioth Aharonot

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3342999,00.html



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