Streit um die Falklands verschärft sich

Die Falkland-Inseln im südlichen Atlantik sind seit dem Jahr 1833 britisches Überseegebiet, allerdings erhebt auch Argentinien Anspruch auf sie. Im Jahr 1982 startete die argentinische Militärjunta eine Invasion, bei der 255 Briten und 648 Argentinier getötet wurden. Nach dem kurzen bewaffneten Konflikt übernahm die britische Armee wieder die Kontrolle über die Inseln.

Wenige Monate vor dem 30. Jahrestag des Falklandkrieges liegen im Atlantik die Nerven wieder einmal blank. Jüngstes Opfer eines bizarren Flaggenstreits zwischen den Dauer-Streithähnen Argentinien und Großbritannien ist das Kreuzfahrtschiff „Star Princess“.

Wie die Tageszeitung „Clarín“ berichtet, sei dem Fünf-Sterne-Luxusdampfer das Einlaufen in den Hafen der Islas Malvinas trotz eines medizinischen Notfalls an Bord verboten worden. So nennen die Argentinier das britische Überseegebiet, das sie sich so gerne einverleiben würden. Buenos Aires wittert eine Retourkutsche der Briten, war die „Star Princess“ doch überwiegend mit argentinischen Passagieren unterwegs.

Bann für Schiffe unter der Falklandinsel-Flagge

Vor wenigen Wochen hatte Argentinien im wieder aufflammenden Streit um die Inselgruppe im südlichen Atlantik die Zügel angezogen. Die Regierung von Staatspräsidentin Cristina Kirchner hatte im südamerikanischen Staatenbund Mercosur einen Bann für Schiffe, die unter der Flagge der Falklandinseln über die Meere kreuzen, durchgesetzt.

Entsprechend beflaggte Schiffe dürften keine Häfen in Argentinien, Uruguay, Brasilien und Chile anlaufen, lautete der Beschluss. Mit dem solidarischen Rückenwind der Nachbarn legte Außenminister Hector Timérman noch einmal nach. Die Falklandinseln seien eine koloniale Enklave, die wie ein „Messer im Herzen Lateinamerikas stecke“. Der britische Premierminister David Cameron konterte wütend, das Vorgehen der Argentinier sei „ungerechtfertigt und kontraproduktiv“.

Warum ist das Perfide Albion so scharf  darauf, die paar Felsen im Südatlantik zu subventionieren, auf denen neben den 2500 Einwohnern nur ein paar tausend Schafe grasen?

Briten wollen Öl fördern

Der Streit um die Inselgruppe dürfte angesichts der bevorstehenden 30. Jahrestag des Falklandkrieges im April dieses Jahres wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Die Argentinier bestehen darauf, dass das britische Überseegebiet, das sie seit 1833 für sich beanspruchen, endlich die argentinische Flagge schmückt. Die neue politischen Offensive dürfte einen handfesten Grund haben: Das britische Öl-Unternehmen Rockhopper Exploration gab Mitte September bekannt, ihre Experten hätten ein Potential von 350 Millionen Barrel in der Region ausfindig gemacht. Ab 2016 wollen die Briten mit der Förderung beginnen. Beim Falklandkrieg vor 20 Jahren fanden über 1000 Menschen den Tod.

Quelle:

http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/argentinien|grossbritannien%3A_nervenkrieg_im_suedatlantik.html

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