Strompreise steigen – und hier kassiert der Staat bereits mit

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Die Strompreise in Deutschland werden weiter steigen. Daher ist es interessant, sich die Einflussfaktoren für die Kosten anzusehen. Im Ergebnis sind die Strompreise vor allem das Ergebnis der staatlichen Steuerwut. Die Zahlen, über die der „Focus“ nun berichtet, sind jedenfalls alarmierend.

EEG-Umlage: Fast ein Viertel

Wer das Potenzial der Kosten für die Umweltschutzpolitik ermitteln möchte, wird bei der EEG-Umlage erschreckende Daten sehen: Die Umlage beläuft sich auf 23,1 % der Kosten. Die Umlage wird umgangssprachlich auch als „Ökostrom-Umlage“ bezeichnet und soll die Ökostromtechnologie fördern. Faktisch sind dies Gebühren, die Sie als Steuerzahler belasten.

Die sogenannte „Konzessionsabgabe“ dafür, dass die öffentlichen Straßen und dort die Verlegung von Stromleitungen bezahlt werden, hat einen Anteil von immerhin 5,6 %. Auch dies gilt als mögliche Quelle weiterer Gebühren. Die reinen Steuern auf den Strom, die also offiziell ausgewiesenen Ausgaben für den Staat, belaufen sich auf 22,9 %. Damit bleibt für die eigentliche Stromerzeugung sowie dessen Vertrieb gar nicht mehr so viel übrig. Die Netzentgelte belaufen sich auf 24,7 % der Stromeinahmen und die Stromerzeugung „inklusive Vertrieb“ machen noch einmal 21,0 % aus. Insgesamt aber sind damit weniger als 46 % des Strompreises für die Erstellung und den Vertrieb bzw. Nebenkosten vorgesehen. Der Staat selbst nimmt sich über Steuern und Umlagen also insgesamt fast 52 %. Die Umlage könnte in den kommenden Jahren angesichts der ehrgeizigen Projekte der Klimaschutzpolitik sogar noch steigen. Wir dürfen gespannt sein. Schon heute zahlen nur die dänischen Haushalte einen höheren Strompreis als die Haushalte in Deutschland.

In Zahlen: Wir zahlen annähernd 30 Cent pro Kilowattstunde. Dies sind 10 Cent mehr als im Durchschnitt der Preise innerhalb der gesamten EU. Insofern ist die Ankündigung, wir müssten nicht mehr für den Strom und den Klimaschutz zahlen, schlicht falsch. Lesen Sie dazu auch die Fakten in diesen Berichten.

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1 Kommentar

  1. Und jährlich grüsst die “Stromrechnung”…

    “Strom” – sprich Energie, die nichts kostet, da sie “kostenlos” von der Natur bereitgestellt ist, wird für uns jährlich teurer gemacht.

    Und wenn man dann versucht “Strom zu sparen” und es einem auch noch gelingt, haben die “Elektrizitätsmafiosi” irgendwo noch ein kleines “Rädchen im Getriebe” versteckt, das es ihnen ermöglicht “an der Verbrauchsschraube” zu drehen. So geht es z.B. Leuten die für zigtausend Euronen ihre Häuser “in Watte gepackt haben” um sie besser zu isolieren. Im Endeffekt (meistens schon bei der übernächsten Stromrechnung) stellt sich jedoch heraus, dass die Ersparnis (?) gegen “Null” geht und der ganze Spaß eine “Luftnummer” war – so wie fast alles in der konstruierten Geld- und Wertschöpfungsspirale – “Kapitalismus” genannt… weil irgendwer den Verbrauch -mit welcher Stellschraube auch immer- erneut ein wenig “nachjustiert” hat…

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