Syrien: Assi Jarba bietet Waffenruhe für den Ramadan an

Der neu gewählte Oppositionsführer Ahmed al-Assi al-Jarba (R) schüttelt seinen Konkurrenten Mustafa Sabbah nach seiner Wahl in Istanbul am 06. July 2013 die Hände.

Damaskus – Mit wochenlanger Verzögerung hat Syriens wichtigste Oppositionsplattform wieder einen neuen Vorsitzenden. Die “Nationale Koalition” wählte am Samstag bei ihrer Generalversammlung in Istanbul Ahmad Assi Jarba zu ihrem Präsidenten, wie aus Oppositionskreisen verlautete.

Der von Saudi-Arabien unterstützte Stammesführer gehört der moderaten demokratischen Gruppe des Dissidenten Michel Kilo an. Assi Jarba, der aus der ostsyrischen Provinz Hasaka stammt, setzte sich gegen den von Katar favorisierten Geschäftsmann Mustafa Sabbagh durch.

Als Vizepräsident sei der Vertreter der Muslimbruderschaft, Faruk Tayfur, gewählt worden, hieß es weiter. Laut der türkischen Zeitung “Zaman” besteht die “Nationale Koalition” vor allem aus Exilpolitikern, die nur wenig Unterstützung durch die syrische Bevölkerung genießen.

Gefechte zwischen Terroristengruppen

Die Hauptaufgabe des neuen Oppositionschefs wird darin bestehen, das zerstrittene Bündnis zu einen. Das gilt umso mehr als die Regierung von Präsident Baschar al-Assad auf dem Vormarsch gegen die Terroristen ist, die sich nun auch untereinander bekämpfen. Am Samstag wurden aus Kreisen der Opposition schwere Gefechte zwischen Aufständischen und Mitgliedern einer Al-Kaida-Gruppe bekannt. Bei den Schießereien nahe der türkischen Grenze seien Dutzende Kämpfer getötet worden.

Jarba rechnet bald mit Waffenlieferungen aus Saudi-Arabien. Dies werde die militärische Lage zu Gunsten der Aufständischen ändern, sagte Jarba der rothschildischen Nachrichtenfabrik Reuters. Eine Teilnahme an der von den USA und Russland geplanten Friedenskonferenz lehnte er ab, solange sich die Opposition nicht in einer militärisch starken Position befindet.

Terroristen bieten Waffenruhe für die Dauer des heiligen Monats Ramadan an

Laut  Reuters hat Ahmad Jarba den Regierungskräften angeboten, eine Waffenruhe in der von der Regierungsarmee eingekesselten Stadt Homs für die Zeit des heiligen Monats Ramadan zu erklären. Auf diesen plumpen Trick wird sich die Syrische Armee wohl kaum einlassen, gäbe eine Waffenruhe den Todeschwadronen Gelegenheit, sich in aller Ruhe neu aufzustellen und zu bewaffnen.

Auf dem Außenminister-Treffens der “Freunde  Syriens” in Doha (Katar), hatte man beschlossen, die “Hilfe für die syrische Opposition” zu vergrößern. Außerdem traf die Gang von Staats-Verbrechern dort “geheime Entscheidungen”, deren Ziel ist es, die Situation in Syrien zu ändern. Die Teilnehmer des Treffens, darunter der Skull & Bones-Mann John Kerry, konnten ihre Besorgnis über Erfolge der syrischen Regierungstruppen in Schlachten gegen die bewaffnete Opposition nicht verbergen.

Nach ihrem Erfolg in Al-Kusair unternimmt die Regierungsarmee eine Operation zur Neutralisierung der Regimegegner in den Städten Aleppo und Homs.

In Homs wurden die Stadtviertel eingekesselt, in denen sich die Terroristen verschanzt hatten. Der Chef der vom Westen unterhaltenen Terror-Armee, Salim Idris, rief alle “Regimegegner” auf, sich nach Homs zu begeben, wo nach seiner Ansicht die entscheidende Schlacht stattfinde.

Homs ist die drittgrößte Stadt Syriens und ein wichtiger Verkehrsknoten, der mehrere syrische Provinzen verbindet.

Quellen:

http://de.rian.ru/politics/20130708/266443025.html

http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/223184-syrische-opposition-rechnet-bald-mit-neuen-waffen

http://www.politaia.org/wichtiges/doha-%e2%80%9efreunde-syriens%e2%80%9c-treffen-%e2%80%9egeheime-entscheidungen%e2%80%9c/

http://derstandard.at/1371171527443/Zerstrittene-syrische-Opposition-kommt-zusammen

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