Syrien: Dutzende Tote bei Gefechten um Rastan

MOSKAU, 14. Mai (RIA Novosti).

Einen Monat nach der Ausrufung der Waffenruhe dauern die Kämpfe in Syrien weiter an. Bei Gefechten um die Stadt Rastan sind am Montag laut Medien Dutzende syrische Soldaten und Rebellen umgekommen.

Wie die Agentur AFP unter Berufung auf die in London ansässige Syrische Überwachungsstelle für Menschenrechte OSDH meldete, kamen bei den Kämpfen mindestens 23 syrische Soldaten ums Leben. Dutzende Armeeangehörige erlitten Verletzungen. Die Rebellen sollen mindestens drei Kampffahrzeuge zerstört haben.

Nach Angaben der Aufständischen nehmen die Regierungstruppen Rastan seit Mitternacht unter Artilleriebeschuss, wie Reuters meldete. Dabei seien neun Menschen getötet und rund 40 weitere verletzt worden.

Das überwiegend von Sunniten bewohnte Rastan liegt 25 Kilometer nördlich von der Oppositionshochburg Homs und gilt als ein wichtiges Kampfausbildungszentrum der Rebellen.

Westliche Medien nutzen die OSDH gerne als Informationsquelle. Nach Angaben des russischen Außenministeriums besteht diese Organisation aus nur zwei Mitarbeitern: dem Leiter und dem Übersetzer. OSDH-Chef Rami Abdul-Rahman, der in London eine Imbissstube besitzt, hat nach russischen Angaben nicht einmal einen mittleren Schulabschluss.

In Syrien waren vor rund 14 Monaten gewaltsame Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad ausgebrochen. Laut den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen Armee und der bewaffneten Opposition rund 9000 Menschen getötet worden. Die syrischen Behörden sprechen von rund 2500 getöteten Sicherheitskräften und etwa 3200 zivilen Todesopfern.

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan konzipierte im Auftrag der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga einen Friedensplan für Syrien, der die Beendigung der Gewalt, den Abzug der Regierungstruppen aus den Städten, einen Dialog zwischen Regierung und Opposition sowie freien Zugang für Hilfsgüter vorsieht.

Die beiden Konfliktparteien riefen am 12. April einen Waffenstillstand aus. Dennoch dauerten die Kämpfe in einzelnen Städten weiter an und wurden nur eingestellt, wenn UN-Beobachter dort auftauchten. Der Weltsicherheitsrat hatte der Entsendung von insgesamt 300 Beobachtern nach Syrien grünes Licht gegeben. Erste Beobachter trafen am 15. April in Damaskus ein. Ihr Mandat ist zunächst auf 90 Tage beschränkt.

http://de.rian.ru/politics/20120514/263584677.html

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen