Syrien: Ethnisch-religiöse Säuberungen und Genozid

von Shamus Cooke
5. August 2012

Syriens „befreite“ Zukunft: Ethnisch-religiöse Säuberung und Genozid

Dieser Artikel erschien auf den Blog von einartysken. Links und Hervorhebungen von politaia.

Ein faszinierender Schwenk hat sich in den US-Mainstreammedien vollzogen: Nach einem Jahr anti-Syrien-Kriegspropaganda und Lügen haben Wahrheitsschimmer ihren Weg ins Blickfeld der Öffentlichkeit gefunden. Dies könnte zu wenig zu spät sein: das Land wird an den Säumen in einen Alptraum von ethnisch-religiöser Säuberung und Massakern gerissen.
Nach einer non-stop Kriegshetze hat die New York Times sich einen Moment Zeit genommen, das Blut von ihren Händen zu wischen, um über den wahren Stand der Dinge in Syrien zu berichten. Offensichtlich waren die früheren ständigen Berichte über die syrische Armee, die ihre Bürger in Homs wahllos massakriert einfach eine Lüge, die wieder und wieder hergebetet wurde.
Jetzt stellt sich heraus, dass genau das Gegenteil wahr gewesen ist.

In Wirklichkeit wurden viele der Flüchtlinge aus Homs verfolgte Christen, die von Mitgliedern der Freien Syrischen Armee bei dem Versuch attackiert wurden, hartgesottene Sunnis für ihren religiösen Krieg gegen den säkularen syrischen Staat zu rekrutieren.

Der Hintergrund

Weil die Freie Syrische Armee nicht aus einer Volks-Revolution hervorgegangen ist – sondern vielmehr aus den Handbüchern und dem Arsenal Saudi-Arabiens – musste der Krieg zur Zerstörung Syriens als ein ethnisch-religiöser Krieg ausgefochten werden. Saudi-Arabien hat eine lange Geschichte des Exports seiner seltsamen extremistischen Form des Sunni-Islam, der Wahhabismus, als ein politisches Instrument zum Sturz von unfreundlichen Regierungen.
Die USA haben eine langwährende Allianz mit Saudi-Arabien bei diesen Bemühungen, eine Dynamik, die über die Jahre die Geburt von sowohl den Taliban als auch der Al Qaida erlebte. Die USA weigern sich, diese Strategie einzustellen, weil sie unglaublich effektiv ist zum Sturz „unfreundlicher“ Regierungen, wodurch große Teile des Nahen Ostens in einem rückständigen Islam festgenagelt werden, was eine gute Kontrolle jeder politischen Aktivität der Arbeiter erlaubt, da in Saudi-Arabien Proteste, Gewerkschaften und Bürgerrechte illegal sind.
Die verfolgten religiösen Minderheiten in Homs sehen die syrische Regierung als ihren Verbündeten gegen den US-Medien-Liebling, die „Befreier“ der Freien Syrischen Armee, die Marionetten von Saudi-Arabiens Außenpolitik.

Minderheitenverfolgung

Die New York Times hat nun die Fakten besser gezeigt als je zuvor:
Während Saudi-Arabien die [Freie Syrische Armee] Opposition bewaffnet und mit Geld stärkt, haben die 80 000 Christen, die aus ihren Häusern ‘gesäubert’ wurden … in der Provinz Homs im März von der FSA langsam die Hoffnung aufgegeben, jemals wieder nachhause zurückkehren zu können“.
„Das Verhalten der [FSA] Rebellen [die ethnische Säuberung] hat bewirkt, dass zumindest einige Sunnis, die zuvor die Rebellen unterstützten, und einst schwankende Syrer ihre Loyalität für Assad erneuern. Viele, die einst das Regime als eine Kleptokratie sahen, sehen es jetzt als den besten Garanten für Syriens gefährdetem [ethnisch-religiösen] Pluralismus.“

US-Komplizenschaft

Dieser plötzliche Salto von Fakten ist seit langem sowohl der Regierung als auch den Medien bekannt gewesen. Die New York Times fährt fort:
Washington ist sich des Ausmaßes des Problems [religiöser Fanatismus und Minderheitenverfolgung] bewusst. Schon im Juni 2011 hat Robert Stepen Ford, US-Botschafter in Syrien, seine Partner in Damaskus darüber informiert, dass Al Qaida die Opposition unterwandert. Indem Washington eisern weiterhin Saudi-Arabiens Anstrengung, Syrien zu destabilisieren, unterstützte, hilft es, statt Israel beizustehen oder Iran zu schwächen, eine humanitäre Krise zu entfachen, die einen Rückschlag erzeugen und die USA heimsuchen wird.“
Summa summarum: Die US-Politiker beider Parteien haben die Öffentlichkeit belogen über die wahre Natur des Konfliktes in Syrien, weil es ihnen politisch nutzte, einen nicht-Alliierten durch ethnisch-religiöse Barbarei zerstört zu sehen.

Abschließend von der New York Times:

„Die scheinbare Gleichgültigkeit der internationalen Gemeinschaft gegenüber der schlimmer werdenden Situation von Syriens religiösen Minoritäten – und die beinahe völlige Abwesenheit von Zensur der Oppositionskräfte durch die westlichen Regierungen – erzeugt einen bitteren anti-Amerikanismus bei vielen säkularen Syrern, die sehen, wie sich die USA an die Seite von Saudi-Arabien stellt, die Quelle des Wahhabismus [extremistische Sunnis] gegen den entschieden säkulärsten Staat der arabischen Welt.“
Da habt ihr es. Es dauerte mehr als ein Jahr, aber plötzlich ist der syrische Krieg nicht schwarz/weiß, die Guten gegen die Bösen. Die syrische Regierung muss nicht glorifiziert werden, aber die riesige Zerstörung, die über das Land gebracht wurde, geschah unter einer falschen Prämisse durch ausländische Unterstützer – die Saudis und die USA – die nichts anderes wollten, als das Land zu zerstören, damit Iran isoliert wird und leichter gestürzt werden kann. Dieses Blutbad als einen Fortschritt der Demokratie zu verkaufen – wie die US-Politiker und die Medien es getan haben – ist mehr als heuchlerisch – das fällt in die Kategorie, die für Kriegsverbrecher reserviert ist.
Und hier liegt die Quelle für den kompletten Artikel der New York Times.
Quelle:

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