Syrien: Obama droht mit Militäreinsatz – Chemiewaffen als Vorwand?

Obama -- die Marionette der Finanzoligarchie

(Stimme Russlands) Barack Obama hat einen Militäreinsatz in Syrien nicht ausgeschlossen, falls Baschar Assad zu seinen Chemiewaffen greift. Laut Medien sollen tschechische Soldaten Assads Arsenale suchen. Russische Experten warnen davor, C-Waffen als Vorwand für eine Intervention zu nutzen.

„Ich habe vorerst keinen militärischen Eingriff befohlen, das Problem chemischer und biologischer Waffen ist aber kritisch wichtig,“ sagte der US-Präsident auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Das Problem betreffe nicht nur Syrien, sondern auch die US-Verbündeten wie Israel, aber auch die Vereinigten Staaten selbst: „Wir dürfen nicht zulassen, dass chemische oder biologische Waffen in die Hände der falschen Leute fallen.“

Die US-Regierung habe dem Assad-Regime und „jedem Akteur in der Region“ unmissverständlich klar gemacht: Mit dem Einsatz von Chemiewaffen werde Syrien eine rote Linie überschreiten. „Das würde meine Kalkulationen erheblich ändern,“ warnte Obama.

Der US-Präsident ist nach eigenen Worten davon überzeugt, dass Baschar Assad entmachtet werden müsse. Der syrische Staatschef habe seine Legitimität eingebüßt, alle Appelle jedoch ignoriert und die „Gewalt gegen sein eigenes Volk verdoppelt.“ All dies werde kein gutes Ende für Assad haben, zitierte die russische Agentur Itar-Tass.

Medienberichten zufolge verhandeln die USA bereits mit europäischen Experten, um Chemiewaffen in Syrien zu suchen. Wahrscheinlich werde sich insbesondere eine tschechische Militäreinheit damit beschäftigen, meldete die russische Agentur Ria Nowosti am vergangenen Wochenende unter Berufung auf das tschechische Radio.

Es gehe um eine Einheit der in Liberec stationierten 31. Brigade, hieß es. Tschechische Chemieschutz-Experten hatten bereits Einsätze im Iran und in Kuwait absolviert. Ihr möglicher Syrien-Einsatz soll verhindern, dass Chemiewaffen in den Besitz von Terroristen oder Schmugglern gelangen, so der tschechische Radiobericht. Dabei wurde allerdings nicht erklärt, wann und unter welchen Bedingungen dieser Einsatz eigentlich beginnen könnte. Die Regierung in Prag wollte den Bericht nicht kommentieren.

Ende Juli hatte die Regierung in Damaskus erstmals offiziell bestätigt, dass sie über C-Waffen verfügt. Das syrische Außenministerium erklärte damals, die Regierungsarmee werde diese Waffen nur gegen ausländische Aggressoren einsetzen. Um welche Kampfstoffe es sich konkret handelt, ist nicht ganz klar, dann Syrien hat die Chemiewaffenkonvention nicht unterzeichnet. Experten vermuten, es gehe um Kampfstoffe wie Senfgas, Sarin, Tabun und VX.

Ein russischer Militärexperte, der mit dem Problem vertraut ist, sagte STIMME RUSSLANDS, Syrien verfüge offenbar über so genannte Binär-Waffen, deren Komponenten voneinander getrennt gelagert werden. Wenn ein Depot also in den Besitz von Extremisten gelange, stehe ihnen noch kein Kampfstoff zur Verfügung.

Jemand im Ausland könne die Chemiewaffen jedoch als Vorwand für eine Intervention instrumentalisieren, warnte der Experte: „Es ist nicht auszuschließen, dass jemand angesichts des syrischen Bürgerkrieges vorschlagen wird, die C-Waffen unter Kontrolle internationaler Kräfte zu stellen. Für ein UN-Mandat ist allerdings Russlands Zustimmung nötig. Ohne diese Zustimmung wäre die Kontrollübernahme ober die syrischen Chemiewaffen ein Prolog für eine drastische Destabilisierung im Nahen Osten.“

Die russische Wochenzeitung „WPK“ schrieb, syrische Chemiewaffen-Depots lägen im Gebirgsland östlich von Damaskus, sowie nahe Homs, Hama und Aleppo. In der Umgebung dieser Städte seien auch C-Waffen-Produktionen untergebracht und als pharmazeutische Betriebe getarnt. Laut der syrischen Militärdoktrin seien die Kampfstoffe eine Verteidigungswaffe, die vor allem zur „strategischen Parität“ mit Israel diene.

http://german.ruvr.ru/2012_08_21/85706815/

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