Syrische Terroristen bedrohen Kaukasus

JEREWAN, 04. Oktober (RIA Novosti)

Die Söldner, die jetzt gegen die  Regierungsarmee in Syrien kämpfen, stellen potentiell eine Gefahr für Russland dar: Viktor Iwanow, Direktor der russischen Anti-Drogen-Behörde, befürchtet, dass sich die Krieger aus Syrien im Kaukasus einnisten und den Drogenverkehr kontrollieren.

„Unsere Experten prognostizieren, dass ausländische Söldner in Syrien (…), nachdem sie in der nächsten Zukunft brotlos werden, in den Kaukasus strömen werden, und den goldträchtigen Transit afghanischer Drogen in ihre Gewalt bekommen, der ihnen viel mehr Gewinne als jetzt verspricht“, sagte Iwanow am Freitag. Das umso mehr, weil der Kaukasus nur 600 km von Syrien entfernt sei.

Laut Iwanow werden rund 30 Tonnen afghanische Drogen jährlich über den Kaukasus geschmuggelt, darunter zehn Tonnen Heroin. „Im Ergebnis des kriminellen Transits schlagen sich bis zu einer Milliarde Drogen-Dollar in der Region nieder.“

In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits bis zu 100.000 Menschen, darunter 7.000 Kinder, getötet worden. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der syrischen Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

Im Mai dieses Jahres schlugen der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Kollege John Kerry vor, eine neue Syrien-Konferenz einzuberufen, die Wege für eine friedliche Beilegung des andauernden Konfliktes aufzeigen soll.

Während die syrische Regierung zustimmte, lehnte die Opposition zunächst die neue Konferenz ab. Ende September erklärte sich der Chef der oppositionellen Syrischen Nationalkoalition, Ahmad al-Dscharb, zur Teilnahme an der Konferenz bereit, die Mitte November zustande kommen könnte. Ban rief die Nationalkoalition auf, mit anderen Oppositionsgruppen eine gemeinsame Delegation nach Genf zu schicken.

http://de.ria.ru/politics/20131004/267012087.html

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen