Syrischer Minister: Katar gehört auf die UN-Liste der Terrorsponsoren

MOSKAU, 24. April (RIA Novosti).

Syrien hat die Vereinten Nationen aufgerufen, Katar auf die Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten zu setzen.

„Sobald wir die Wahrheit darüber, was in Syrien geschieht, an die ganze Welt herantragen, kann die Welt zwischen einem Land unterscheiden, das Terrorattacken ausgesetzt ist, und dem Terrorismus selbst. Dann wird klar, dass Katar ein Terrorstaat ist und Syrien von Terroristen attackiert wird“, sagte der syrische Informationsminister Omran Al-Zoubi dem Radiosender „Stimme Russlands“ in Moskau. „Die Uno muss Katar in die Liste der Staaten setzen, die den Terrorismus unterstützen. Wenn das passiert, finden wir uns möglicherweise auf dem richtigen Weg wieder.“

In Syrien toben seit März 2011 schwere Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten mehr als 70 000 Menschen getötet worden. Millionen mussten ihre Häuser verlassen. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

http://de.rian.ru/politics/20130424/266000528.html

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Kommentar:

Katar: Nichts als Wüste mit Gas und Öl

Der Syrische Infomationsminister hat nicht nur recht, er hat sogar maßlos untertrieben. Sogar der ehemalige Mossad-Chef Shabtai Shavit hat die Nahostpolitik Katars als exakt den Interessen Israels entsprechend gelobt. Solch ein Lob verdient allenfalls noch Bundeskanzler-Darstellerin Angela Merkel.

Der ehemalige Mossad-Chef Shabtai Shavit

Die Zeitung Jediot Aharonot zitierte Äußerungen Shavits, wonach Katar “seine Rolle” im Nahen Osten im Rahmen israelischer Interessen sogar viel besser erfüllt habe als Großbritannien. Speziell lobte Shavit den Emir Bin Khalifa al-Thani, der im Laufe der Entwicklungen im Nahen Osten zu den USA und Israel gehalten habe. Shavet bezeichnete Katar als rechten Arm Israels und der USA in der Region. Damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen.

Auch Katars Geschichte zeigt uns, wessen Marionetten der Kunststaat und sein Emir sind:

Bis weit in die 50er-Jahre des 19. Jahrhundert war die Küste von Katar wie die der heutigen Vereinigten Arabischen Emirate berüchtigt als „Piratenküste“. Das ist sie auch gewissermaßen heute noch, nur unter der Fuchtel der City of London. Das Eingreifen der transantionalen Verbrecher-, Drogen- und Menschenhandelsorganisation der britischen Oligarchen, der Britischen Ostindien-Kompanie, die ihre Handelswege nach Indien bedroht sah, beendete die arabische Seeräuberei. 1867 kam es erneut zu einem heftigen Kampf um die Herrschaft in Katar zwischen den Al Thani und den Al Chalifa von Bahrain. Das Vereinigte Königreich intervenierte und erzwang einen Frieden. Im folgenden Jahr wurde ein Schutzvertrag zwischen Katar und Großbritannien abgeschlossen, wodurch das Land unter britischen Einfluss geriet. Diese Anerkennung der Al Thani führte zu einer endgültigen Trennung von Katar und der Insel Bahrain (18. Dezember 1878, Nationalfeiertag). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts versuchten die Osmanen ihre Ansprüche auf Katar verstärkt durchzusetzen. So wurden Teile des Landes besetzt. Daraufhin wandte sich Qasim Al Thani mit Ansuchen um Hilfe an die Wahhabiten. Im Jahre 1913 schritt das Vereinigte Königreich erneut ein, um den osmanischen Einfluss und den der Wahabiten auszuschalten. 1915 mussten die letzten osmanischen Truppen das Land verlassen. In der Folgezeit setzte Großbritannien seinen politischen und wirtschaftlichen Einfluss verstärkt durch.

Der sympathische Emir von Katar

Die ersten Erdölvorkommen wurden 1939 entdeckt, wodurch die Ölförderung bald das neue wirtschaftliche Standbein Katars wurde. In der Folgezeit ging mit wachsendem Reichtum eine tiefgreifende Modernisierung in Staat und Wirtschaft vor sich. Als Ende der 1960er-Jahre die Briten den Abzug der Truppen „östlich von Sues“ für 1971 ankündigten, proklamierte Katar am 3. September 1971 seine Unabhängigkeit und lehnte damit, wie Bahrain, einen Anschluss an die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Gleichwohl kam ein Freundschaftsvertrag mit dem Vereinigten Königreich zustande. Im selben Jahr wurde mit dem Nord-Feld das größte Erdgasfeld der Welt entdeckt. 1995 wurde Chalifa ibn Hamad von seinem Sohn Hamad ibn Chalifa (seit 1995) gestürzt, der mit der Einleitung von Reformen begann. Seit 1998 ist Katar der Sitz des Hauptquartiers der US-Truppen im Nahen Osten und war auch Kommandozentrale im verbrecherischen Krieg der USA gegen den Irak im März 2003.

Thierry Meyssan beschreibt in seinem Interview in der Wochenschau des Erstes russisches Fernsehen “Die Zeit” vom 14. April 2013 Katar als als einen Scheinstaat und ein Gemeinschaftsunternehmen der BP-Gruppe und des Pentagons. Katar sei ein Kriminellen-Offshore der Briten, eine Geldwäschezentrale und viel wichtiger als etwa die Jungfern-Inseln oder Zypern. Thierry Meyssan meint weiter, dass über Katar die Terroraktivitäten in Syrien und im russischen Kaukasus geteuert würden. Der Emir von Katar habe die französische Elite bestochen, unter anderem Außenminister Fabius (der im kriminellen Handel mit syrischen (!) Antiquitäten verwickelt sein soll), Sarkozy und Hollande.

Quellen:

http://www.politaia.org/israel/marionette-israelischer-interessen-ex-mossad-chef-lobt-katar/
http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/219205-katars-nahostpolitik-entspricht-israelischen-interessen

http://www.politaia.org/geschichte-hidden-history/die-geschichte-des-opiumhandels-und-die-britische-ostindienkompanie/

http://www.politaia.org/israel/die-syrien-krise-und-der-machtkampf-in-washington/

http://de.wikipedia.org/wiki/Katar

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