Treibhausgase reduzieren: Pflanzliche Ernährung würde helfen…

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Die Klimadiskussion in Deutschland, in der EU und letztlich sogar weltweit hält an. Der Wirtschaftsgipfel in Davos offenbart, wie medienwirksam die Debatten aktuell gehalten werden müssen, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Dabei ließen sich zahlreiche Probleme auf andere Weise lösen. Dazu zählt beispielsweise die Reduktion von Treibhausgasen, in dem die Ernährung umgestellt würde.

Wir erinnern daran, dass es relativ einfach möglich ist, hier sowohl Übergewicht wie auch chronische Krankheiten zu reduzieren und gleichzeitig der Umwelt zu dienen. Dazu existiert beispielsweise eine wichtige wissenschaftliche Untersuchung, die weitgehend in Vergessenheit geraten ist.

Nach dieser „Studie der Oxford University zufolge könnten rund 8 Millionen Menschenleben gerettet werden, wenn sich die Weltbevölkerung pflanzlich ernähren würde. Außerdem könnten die Emissionen von Treibhausgasen drastisch reduziert werden. Eine Ernährungsumstellung ist zudem aus wirtschaftlichen Gründen interessant, schlussfolgert die Studie.

In der Studie haben die Forscher der Universität drei verschiedene Ernährungsweisen untersucht. Sie prognostizierten, wie sich diese bis zum Jahr 2050 auf Umwelt, Wirtschaft und menschliche Gesundheit auswirken könnten. Folgende Ernährungsweisen wurden untersucht: Ernährung gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO; Obst, Gemüse und wenig rotes Fleisch), vegetarisch und vegan.

Die WHO erachtet den hohen Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch sowie den geringen Verzehr von Obst und Gemüse als Hauptursachen für die Entstehung von Übergewicht und chronischen Krankheiten, wie z. B. Diabetes, die zu einem früheren Tod führen.

Die Studie zeigt in ihren Ergebnissen auf, welch großen Einfluss die Ernährung auf die Gesundheit der Menschen hat. Bis zum Jahr 2050 könnte der frühe und durch Krankheiten verursachte Tod von 5 Millionen Menschen verhindert werden, folgten sie den Empfehlungen der WHO. Bei vegetarischer Ernährung könnten 7 Millionen länger und gesünder leben, bei rein pflanzlicher Ernährung sogar bis zu 8 Millionen Menschen jährlich.

Eine vegane Ernährung habe zudem erheblich positive Auswirkungen auf den Klimawandel. Denn die heutige, fleischlastige Ernährung sei zu mehr als 35% für die Produktion von Treibhausgasen verantwortlich. Davon fallen allein 80% auf die Tierhaltung. Ernährten sich die Menschen rein vegan, könnten die Treibhausgase bis 2050 um 70% reduziert werden, resümiert die Studie. Würden sich die Menschen gemäß den Empfehlungen der WHO ernähren, verringerte sich die Entstehung von Treibhausgasen nur um knapp 30% .

Zudem hat die weltweite Ernährungsweise Auswirkungen auf die Wirtschaft. Durch die Umstellung auf rein pflanzliche Kost würden Gesundheits-, Pflege- und Betreuungskosten sowie Kosten, die den Verlust der Arbeitskraft zurückzuführen sind, um rund eine Billion US-Dollar reduziert werden. Auch die Einsparung der Treibhausgasemissionen hat einen wirtschaftlichen Effekt: Die Einsparung hier läge bei rund 570 Milliarden US-Dollar.

Die aufgeführten Ergebnisse und Prognosen der Studie seien starke Argumente dafür, weltweit Programme einzuführen, die sich für gesunde und umweltschonende Ernährung einsetzen. Neben den genannten Effekten würde eine vorwiegend pflanzliche Ernährung viele Milliarden Tiere vor den Qualen der Massentierhaltung und vor einer grausamen Schlachtung bewahren.“

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