Trinkwasser in Deutschland mit Uran belastet

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Die Organisation „foodwatch“ hat in einer groß angelegten Untersuchung das Trinkwasser in ganz Deutschland untersucht. Ergebnis: Trinkwasser enthält in Deutschland zum Teil zu viel Uran. Foodwatch liegen 950 Messwerte vor, die höher sind als 2 Mikrogramm Uran pro Liter. Dieser Wert wurde vom Gesetzgeber als Grenzwert für Mineralwässer festgelegt und wird als „zur Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet“ beworben. Für das Trinkwasser aus dem Wasserhahn gibt es jedoch bislang keinen Grenzwert.
Foodwatch befragte die zuständigen Landesbehörden aller 16 Bundesländer über die Uranbelastungen im Trinkwasser und wertete die Antworten aus. Fast jeder achte der knapp 8.200 übermittelten Werte liegt über der Grenze von 2 Mikrogramm. Bei in Flaschen abgefülltem Mineralwasser darf dieser Wert nicht überschritten werden.
Bei rund 150 der gemeldeten Messdaten liegen die Uranwerte sogar über 10 Mikrogramm pro Liter. 10 Mikrogramm ist der Höchstwert, den das Umweltbundesamt angibt, bis zu dem es bei Erwachsenen zu keinen gesundheitlichen Schäden kommen soll. Leider erheben die Länder den Urangehalt im Trinkwasser nicht flächendeckend, daher kann kein vollständiges Bild über die Wasserbelastung gegeben werden.
Tendenziell ist die Uranbelastung des Trinkwassers jedoch wesentlich höher, als im übrigen Bundesgebiet. Die höchsten Werte gab das Gesundheitsamt Haßberge in Bayern an, mit 39 Mikrogramm Uran pro Liter. Der Landkreis Waiblingen in Baden-Württemberg meldete mehrere Orte mit Werten über 20 Mikrogramm Uran pro Liter. Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen-Anhalt gibt es hohe Uranwerte von zum Teil über 30 Mikrogramm pro Liter.

Uran ist ein giftiges und radioaktives Schwermetall, das die Nieren schädigen kann. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet. Es ist nicht nur aufgrund seiner Radioaktivität so gefährlich, sondern aufgrund seiner chemischen Giftigkeit: In einer hohen Dosis über einen längeren Zeitraum aufgenommen, kann es dauerhaft Blut, Knochen und Nieren schädigen. Die Niere reagiert auf Uran am empfindlichsten. Folgen einer zu hohen Uranbelastung im Wasser können Funktionsstörungen und Nierenkrebs sein.

Uran gelangt über die Landwirtschaft ins Wasser. Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland jedes Jahr rund 167 Tonnen Uran mit Düngemitteln auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Von 1951 bis 2009 haben deutsche Landwirte rund 13.000 Tonnen! Uran auf Böden verbracht. Somit gelangen Teile des Urans ins Grundwasser und belasten dann auch das Trinkwasser. Neben den ebenfalls giftigen Phosphaten in den chemischen Kunstdüngern enthalten diese auch Uran. Nicht nur das Grund- und Trinkwasser wird mit Uran belastet, sondern auch die Böden werden zusehends mit dem giftigen und radioaktiven Schwermetall verseucht.

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