Trump und Johnson zeigen der EU die „lange Nase“

www.shutterstock.com, Alexandros Michailids, 1039146241

Trump und Johnson scheinen sich bestens zu verstehen. Es ist davon auszugehen, dass Trump Johnson hinter den Kulissen bereits „eingenordet“ hat. Johnson ist fest entschlossen, „mit oder ohne Deal“ am 31. Oktober 2019 aus der EU auszutreten. Vermutlich hat sich Großbritannien hinter den Kulissen schon längst auf einen No-Deal-Brexit vorbereitet.

Beim G7-Gipfel in Biarritz kündigte Trump einen Handelsvertrag mit Großbritannien an: „Wir werden bald ein Handelsabkommen abschließen können“, sagte Trump, einen „sehr großen Pakt“. „Es gibt riesige Chancen für Großbritannien auf dem US-Markt“, betonte der neue britische Premierminister Johnson. Johnson hatte bereits am Samstag erklärt, dass er auf friedliche Handelsbeziehungen setze: „Ich bin sehr besorgt über die Entwicklung der Zölle und die Zunahme des Protektionismus“, so Johnson.

Johnson betont dennoch immer wieder, dass er die EU nicht ohne einen Deal verlassen möchte und fordert neuen Brexit-Verhandlungen mit Brüssel. Bislang stellt sich Brüssel quer und will auf keine neuen Brexit-Verhandlungen eingehen. „Ich sage unseren Freunden in der EU, wenn sie keinen No-Deal-Brexit wollen, dann müssen wir den Backstop in dem Übereinkommen loswerden“, so Johnson weiter.

Johnson kündigte beim G7-Gipfel zudem an, im Falle eines No-Deal-Brexits 33 Milliarden Euro Austrittszahlungen zurückhalten zu wollen. Anwälte hätten errechnet, dass bei Fehlen eines Folgeabkommens mit der EU nur neun der ursprünglich fälligen 39 Milliarden Pfund bezahlt werden müssten. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte am Rande des G7-Gipfels, die EU sei bereit, mit dem neuen britischen Premierminister ernsthafte Gespräche zu führen. Eine Zusammenarbeit in Richtung eines Brexits ohne Abkommen werde es aber nicht geben: „Ich hoffe immer noch, dass Premierminister Johnson nicht als Mr. No Deal in die Geschichte eingehen will“, so Tusk.

Es scheint, als hätten die Briten alle Trümpfe in der Hand. Ein Deal mit Backstop wird nicht akzeptiert. Bei einem No-Deal will Großbritannien 33 Milliarden Pfund zurückhalten. Außerdem winkt ein Handelsabkommen mit den USA. Zudem kündigten Trump und die ehemalige Premierministerin Theresa May bereits an, die Handelsbeziehungen auf Goldstandard basieren zu lassen. Wenn Großbritannien nach dem Brexit erfolgreich ist, wovon stark auszugehen ist, steigt die Gefahr für Brüssel, dass weitere Staaten aus dem inzwischen zum Zwangsbündnis verkommenen Staatenbund ausscheren wollen. Merkel und Macron werden diejenigen sein, die die Zerstörung der Europäischen Union zu verantworten haben. Dazu haben wir einen Beitrag verfasst – bitte KLICKEN Sie hier.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen