Trump: Unterbinden nur noch die Behörden die Corona-Impfung?

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Donald Trump hängt bei seiner Wiederwahl eigener Wahrnehmung nach inzwischen an den Behörden. Wichtig wäre es, dass der Impfstoff gegen das Corona-Virus rechtzeitig zur Verfügung stünde – also bis zum 3. November diesen Jahres. Trump ist nun der Auffassung, die Gesundheitsbehörden arbeiteten gegen ihn – möglicherweise verhindern sie, dass der Impfstoff schnell genug an den Markt kommt. Offenbar ist Trump der Auffassung, die USA würden bei den dortigen Firmen (auch BioNTech aus Deutschland hat dort mit Pfizer bereits die Phase III-Studie begonnen), schnelle Lösungen erhalten. Woher der Präsident sein Wissen hat, ist nicht bekannt. Aber immerhin stellt sich die Frage, wie weit die Entwicklung des Impfstoffs tatsächlich ist.

Wie weit ist die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs? Wer behindert die Entwicklung? Fragen, die jetzt Donald Trump aufgestellt hat, US-Präsident. Er meint, die Gesundheitsbehörde FDA in den USA würde die Entwicklung des Impfstoffs behindern, bis die US-Wahl im November vorbei sei.

Warnung vor Druck

In den vergangenen Wochen entstand vielfach der Eindruck, viele Medien und auch Politiker im Westen wollten den Impfstoff der USA praktisch durchdrücken. Nun wiederum warnen exakt jene Stimmen davor, die FDA-Gesundheitsbehörde unter Druck zu setzen. Die Einmischung von Donald Trump in die Entwicklung, so die „Vorsitzende des Repräsentantenhauses“ Nancy Pelosi, würde Menschen gefährden. Die Gesundheit aller Amerikaner stehe auf dem Spiel.

Die Verträglichkeit sowie die Wirksamkeit eines Impfstoffes müssten die entscheidenden Parameter für die Entscheidung der FDA sein, nicht der „politische Druck aus dem Weißen Haus“.

Nach einem Bericht des „Spiegel“ erklärte die Epidemiologin Caitlin Rivers von der Johns Hopkins Universität: „Eine Impfung muss sicher, wirksam und vertrauenswürdig sein.“ Es käme einer Tragödie gleich, sollten Politiker wegen der politischen Berechnung diese Sache „gefährden“, „die uns die sichere Rückkehr zu unserem normalen Leben ermöglichen könnte“.

Auch der vormalige Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, Tom Frieden, meinte, „bei der Entwicklung von Impfstoffen dürften keine Abkürzungen genommen werden.“ Vergessen haben die Berichterstatter hier offenbar, dass etwa die EU genau diese Abkürzung genommen hat.

Die EU hatte die Entwicklungsprozesse des Impfstoffes zum Beispiel um Tierversuche gekürzt und damit die Kritik von Beobachtern auf sich gezogen. Insofern sind die jüngsten Vorwürfe gegen US-Präsident Trump nach Meinung von Beobachtern vergleichsweise scheinheilig. Hier lesen Sie mehr dazu.

 

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