Trump wendet US-Angriff auf Iran in letzter Minute ab

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Am Donnerstag hat der Iran eine US-Drohne abgeschossen, die nach Angaben aus Teheran in den iranischen Luftraum eingedrungen sein soll. Daraufhin soll US-Präsident Trump offenbar Luftschläge auf den Iran genehmigt, diese aber in letzter Minute wieder abgesagt haben. Trump hatte nach dem Abschuss der Drohne zunächst offengelassen, ob und wie er darauf reagieren werde. Kampfschiffe der US-Navy und Militärflugzeuge sollen bereits angriffsbereit gewesen sein, berichtete die „New York Times“. Trump soll den Iran aber offenbar vor einem bevorstehenden Angriff gewarnt haben.

Der Iran soll damit gedroht haben, neben der US-Drohne auch ein amerikanisches Flugzeug mit 35 Menschen an Bord abzuschießen, denn das Flugzeug sei ebenfalls in den iranischen Luftraum eingedrungen. Bei der Maschine handelte es sich um eine Militärmaschine der US-Marine. Sollte das den Tatsachen entsprechen, haben die USA den Iran bewusst und somit eine weitere Eskalation des Konflikts provoziert. Bei dem geplanten Militäreinsatz soll es sich laut NYT um eine Vergeltungsaktion für die abgeschossene Drohne gehandelt haben. Die Operation habe sich bereits in ihrem Anfangsstadium befunden, als sie abgeblasen worden sie, schrieb die US-Zeitung.

Die Medien rätseln nun, weshalb der Angriff abgebrochen worden ist. Weder das Weiße Haus noch das Pentagon wollte die Angriffspläne in der „New York Times“ kommentieren. Der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sagte: „Der Präsident mag einen Krieg mit dem Iran nicht beabsichtigen, aber wir sind besorgt, dass er und seine Administration in einen Krieg hineinrutschen könnten.“ Bei seiner Erklärung im Weißen Haus brachte Trump menschliches Versagen als möglichen Grund für den Drohnen-Abschuss ins Spiel. Er könne sich vorstellen, „dass es ein General oder jemand war, der einen Fehler gemacht hat, in dem er diese Drohne abschoss“. Wenn es sich um ein bemanntes Flugzeug gehandelt hätte, hätte das einen sehr großen Unterschied gemacht.

Möglicherweise soll Trump vom Deep State und dem militärisch-industriellen Komplex der USA in einen Krieg mit dem Iran gedrängt werden, meinen Beobachter. Trump selbst wolle keinen Krieg, sondern habe wie in Nord-Korea vor, das iranische Regime vom Einfluss des Deep State zu befreien. Ob diese Vermutung stimmt, kann nicht belegt werden. Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich Trump verhalten wird und ob er eine militärische Eskalation verhindern kann.

Während US-Präsident Trump offensichtlich einen Krieg mit dem Iran zunächst verhindert hat, stürzen sich deutsche Massenmedien auf die Entscheidung Trumps: „Es ist definitiv ein Dämpfer für seine Glaubwürdigkeit“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Anstatt Trumps Entscheidung, eine kriegerische Eskalation zu verhindern, gutzuheißen, wird der US-Präsident kritisiert.

Möglicherweise hat der Verteidigungsminister der USA, Patrick Shanahan den Angriff auf den Iran vorbereiten lassen. Denn Trump hat daraufhin Wechsel an der Spitze des Pentagons angekündigt. Shanahan wird vom bisherigen Verwaltungschef im Verteidigungsministerium Mike Esper ersetzt. Es ist bereits der zweite Wechsel an der Spitze des Pentagons innerhalb eines Jahres. Ex-Verteidigungsminister James Mattis war im Dezember aus Protest gegen den von Trump angekündigten Truppenabzug aus Syrien zurückgetreten. Auch den Kriegstreibern in den USA passt offenbar die Politik Trumps, Kriege zu vermeiden, nicht. Die geostrategisch komplizierte Lage spitzt sich offenbar zu – lesen Sie mehr dazu hier. 

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