Trump will „sehr bald“ Deutschland besuchen

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Beim G7-Gipfel in Biarritz kündigte US-Präsident Trump überraschend an, dass er Deutschland sehr bald besuchen wolle. Er habe ebenfalls deutsches Blut in sich. Dies sagte er am Montag bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Einen Termin nannte Trump bislang noch nicht. Trumps Vorfahren stammen aus Kallstadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz.

Ganz anders, als bei den Feierlichkeiten Anfang Mai zu D-Day in der Normandie, überhäufte Trump die sichtlich zufriedene Merkel (die wohl nicht ganz verstand, wie ihr geschah) mit viel Lob: „Sie ist eine brillante Frau“, so Trump. „Sie verstehe alles genau und wisse bereits vieles, bevor die meisten anderen es wüssten.“ (Anm. d. Red.: an lese zwischen den Zeilen).

Auf die Frage, ob Trump besorgt sei, dass mit Merkel möglicherweise bald die einzige Frau der G7-Chefs abtrete, antwortete Merkel auf Englisch: „Ich bin noch hier“. Trump entgegnete vor den Journalisten: „Sie könnte Sie überraschen. Ich wäre vorsichtig mit solchen Spekulationen“.

Trump bezeichnete die Europäische Union erneut als unfairen und knallharten Handelspartner. Die EU sei genauso schwierig, wie die Chinesen, die er aber genauso respektiere. Sein Land habe vor allem unter Präsident Bush und Obama im Handel mit der EU über viele Jahre viel Geld verloren. Er hoffe jedoch, dass die USA auch mit der EU ein Handelsabkommen abschließen werde, ähnlich wie mit Japan. Merkel regte daraufhin an, „so schnell wie möglich in vertiefte Gespräche über Handelsfragen zu treten“.

Am Ende des G7-Gipfels bot Trump wie immer noch eine Überraschung. Macron hatte erfolglos versucht, den US-Präsidenten auszubooten, in dem er den iranischen Außenminister Zarif für alle Gipfel-Teilnehmer überraschend zu Gesprächen mit den EU-Gipfel-Teilnehmern einlud. Die anderen Regierungschefs seien erst beim Abendessen am Samstag von dem bevorstehenden Besuch informiert worden, hieß es. Nun kündigte Trump an, dass „er unter den richtigen Umständen möglicherweise bereit sei, den iranischen Präsidenten Ruhani zu treffen“.

Trump sagte, ein neues Abkommen mit dem Iran müsse langfristiger angelegt sein und unter anderem auch ballistische Raketen umfassen. Trump stellte Iran – ähnlich wie bei seinen Gesprächen mit Nordkorea – im Fall von erfolgreichen Verhandlungen wirtschaftliche Entwicklung in Aussicht. Er sagte: „Sie müssen mit dem Terrorismus aufhören.“

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