Türkische Saadat-Partei kritisiert Einmischung in Syrien

Der Vorsitzende der türkischen Glückseligkeitspartei (Saadet-Partei) Mustafa Kamalak hat gewarnt, jegliche militärische Interventionen in Syrien würden Frieden und Stabilität in der Nahostregion gefährden. Mustafa Kamalak hat bei seiner jüngsten Reise nach Syrien die Lage in diesem Land vor Ort  betrachtet. Auf einer Pressekonferenz  gab er als eigentliches Ziel dieser Besichtigung, die Herstellung von Frieden im Nahen Osten und in der islamischen Welt an. Dies solle vor allem durch die Verhinderung der Einmischung des Westens in syrische Angelegenheiten erfolgen.

Der Chef der türkischen  Glückseligkeitspartei  unterstrich: “Wir wollen nicht, dass sich die Massaker im Irak,  in Syrien wiederholen.”

Kamalak vergass dabei, Libyen zu erwähnen.Und weiterhin vergass er, dass  die Türkei ganz tief im syrischen Schlamassel steckt. Syrien ist Teherans engster Verbündeter. Die Türkei wiederum unterstützt und bewaffnet die Aufständischen in Syrien mit dem Ziel, um das syrische Regime zu stürzen.

Die Türkei hat der Regierung in Damaskus den Krieg erklärt, indem es der “Freien Syrischen Armee” (welche nun unter dem Kommando des libyschen Al-Kaida-Chefs Abdelhakim Belhaj steht) erlaubt, unter dem Schutz der türkischen Armee von türkischem Boden aus in Syrien zu operieren. Auch soll die Türkei bei einem NATO-Angriff auf Syrien die Hauptrolle spielen.

Die Türkei müsste angesichts der amerikanischen Pläne zur Umgestaltung des Nahen und Mittleren Ostens (und Nordafrikas) an einem stabilen Syrien interessiert sein, genauso wie an einem stabilen Iran und einem stabilen Irak. Die derzeitigen Grenzen dieser Staaten ist mit der geplanten Errichtung eines Kurdenstaates alle bedroht.

Der türkische Außenminister Davutoglu äußerte sich vor kurzem  über die Beziehungen zu Iran ungewöhnlich positiv und bezeichnete sie aus “auf dem höchsten Niveau” befindlich.
Davutglu unterstrich, sein Land lehne jeden aggressiven Akt gegen Iran ab. Die Türkei werde nie Teil einer ausländischen Intervention in Iran sein.

Warum dann die Einmischung in Syrien? Alles spricht gegen ein Engagement der Türkei gegen Syrien.

Ganz offensichtlich steckt Erdogan dahinter. Der türkischen Staatspräsident ist ein Büttel und Unruhestifter der Globalisten und wohl im eigenen Lande nicht unumstritten. Er kommt aber im Volk aufgrund seiner nationalistischen und radikal-islamistischen Reden gut an. Bereits 1998 wurde der frühere Istanbuler Bürgermeister Erdogan wegen öffentlichen Zitierens der folgenden Verse zu einer Gefängnisstrafe verurteilt: »Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Minarette sind unsere Bajonette, die Moscheen sind unsere Kasernen.«

Erst nach einer Verfassungsänderung konnte Erdogan für das türkische Parlament kandidieren und am 11. März 2003 Ministerpräsident werden. Seit dieser Zeit beherrscht Erdogan die hohe Kunst des Verstellens, Verschleierns und Täuschens als erfolgreiche Methode eines schleichenden Machterwerbs, der erst jüngst mit der Entmachtung des türkischen Militärs einem Höhepunkt entgegen ging.

In einer programmatischen Rede am Dienstag, den 10. Januar 2012,  in der Universität von Damaskus hat der syrische Präsident Baschar al-Assad eine „Verschwörung äußerer Kräfte“ für die gegenwärtige Krise im Lande verantwortlich gemacht.

Der Liga der Arabischen Staaten (LAS) warf er vor, diese arbeite auf eine Spaltung in der syrischen Gesellschaft hin. „Die Verschwörung der äußeren Kräfte ist kein Geheimnis mehr“, sagte Assad. „Das, was sich anfangs hinter verschlossenen Türen abgespielt hat, ist jetzt an den Tag getreten.“ Derzeit führe Syrien „einen in seiner Geschichte beispiellosen Kampf“. Aber „der Sieg ist schon nah“.

http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/201344-tuerkische-saadat-partei-kritisiert-intervenierung-in-syrische-angelegenheiten

http://de.rian.ru/world/20120110/262432401.html

http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/201273-139-generaele-unter-putsch-verdacht-in-tuerkischer-haft

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