Überraschung! — Bulgarien hat keine Eile mit Euro-Beitritt



Der bulgarische Premierminister Boyko Borisov bekommt zu Recht kalte Füße



MOSKAU, 04. September (RIA Novosti).

Bulgarien, das ärmste Mitglied der Europäischen Union, hat die Pläne für den Beitritt zur Eurozone im Zusammenhang mit der sich verschlechternden Wirtschaftslage im Land und mit der wachsenden Unbestimmtheit hinsichtlich der Zukunft der europäischen Währungsunion aufgeschoben, teilt das „Wall Street Journal“ unter Hinweis auf den Premierminister des Landes, Boyko Borisov, und Finanzminister Simeon Djankov mit.

Am 2. März stimmte die Europäische Union eine Road Map für den Schengen-Beitritt Bulgariens ab. Aber die endgültige Entscheidung über den Beitritt Bulgariens zur Schengen-Zone hatten die Spitzenvertreter der 27 EU-Länder auf September verschoben.

„Unsere Meinung und die Ansicht der Öffentlichkeit haben sich verändert. (…) Im Moment sehe ich keinen Vorteil aus einem Beitritt zur Eurozone, sondern nur Ausgaben. Die Bevölkerung Bulgariens will wissen, wen wir werden retten müssen, wenn wir der Währungsunion beitreten. Für uns ist das ein großes Risiko. Denn es ist unbekannt, welche Regeln in der Eurozone bestehen und wie sie sich in einem bzw. zwei Jahren verändern können“, zitiert das Blatt den bulgarischen Finanzminister.

Bulgarien ist nicht das einzige Land, das heute im Zusammenhang mit der fortbestehenden Schuldenkrise in der Region an der Zweckmäßigkeit eines Beitritts zur Währungsunion zweifelt. Vorige Woche sagte  der litauische Premierminister Andrius Kubilius, dass sich sein Land der Eurozone anschließt, wenn „Europa dazu bereit“ sein werde.

Zuvor hatte die lettische Regierung die Entscheidung über den Beitritt zur Zone der einheitlichen europäischen Währung aufgeschoben. Nach Worten des Premierministers des Landes, Valdis Dombrovskis, werden die lettischen Behörden diese Frage im Frühjahr 2013 prüfen, obwohl sie sich zuvor bereit erklärt hatten, den Euro 2014 anzunehmen.

Die Beunruhigung über die Wirtschaftsperspektiven der gesamten Europäischen Union verstärkte sich, nachdem die internationale Ratingagentur Moody’s Investors Service in der Nacht auf Dienstag das langfristige Kreditrating des EU-Emittenten auf dem Niveau „Aaa“ bestätigt und dabei die Ratingprognose von „stabil“ auf „negativ“ herabgesetzt hatte.

Hauptgrund dafür war die Herabsetzung der Prognose der (bisher mit der Höchstnote eingestuften) Kreditratings der Haupteinzahler in den EU-Haushalt: Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande.

http://de.rian.ru/world/20120904/264359594.html

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