Umfrage in den USA: 30% sehen Medien inzwischen als „Feind des Volkes“

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Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos in den USA ergab, dass immer weniger Amerikaner den Mainstream-Medien vertrauen. 85 Prozent der Amerikaner sind sich darüber einig, dass Pressefreiheit für die amerikanische Demokratie unerlässlich ist. Zwei Drittel sind der Meinung, dass Reporter vor dem Druck der Regierung oder von Großkonzernen geschützt werden müssten.

Seit Donald Trump US-Präsident ist, polarisiert die Diskussion über Falschnachrichten in den USA. Imme mehr Amerikaner denken seit Trump anders. 26 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass der Präsident die Macht haben sollte, Nachrichtenagenturen zu schließen, wenn sich diese „negativ“ verhalten. 72 Prozent der Amerikaner sind der Ansicht, dass Reporter verklagt werden sollen, die absichtlich falsche Informationen veröffentlichen. Das Ansehen der Medien in den USA hat seit dieser Diskussion stark gelitten. Nur noch 46 Prozent der Amerikaner glauben, dass Nachrichtensender nur ehrliche und objektive Berichterstattungen produzieren.

68 Prozent der Demokraten sind davon überzeugt, dass Journalisten „gute Absichten“ haben, jedoch nur 29 Prozent der Republikaner. Die Einstellung der Amerikaner gegenüber den Medien zeigt zugleich die politische Spaltung in der Bevölkerung auf. 80 Prozent der Republikaner und 23 Prozent der Demokraten sind der Meinung, dass die meisten Nachrichtenagenturen keine liberale Ausrichtung haben. 79 Prozent der Republikaner und 11 Prozent der Demokraten sind der Ansicht, dass Trump von den Mainstream-Medien negativ dargestellt wird.

Nahezu 30 Prozent der Bevölkerung glaubt inzwischen, dass die Medien zum „Feind des amerikanischen Volkes“ geworden sind. 13 Prozent sind der Ansicht, dass Trump Mainstream-Medien wie CNN, die Washington Post und die New York Times schließen sollte. Angesichts der in den USA bevorstehenden Zwischenwahlen am 6. September sehen Kritiker eine Verschärfung des Kampfes um die Meinungshoheit in den sozialen Medien. Vor allem alternative Medien sehen sich verstärkt Angriffen ausgesetzt. Erst vor wenigen Tagen wurde einer der größten Alternativsender in den USA, „InfoWars“, von allen sozialen Medien abgeschnitten, Videos und Podcasts wurden gelöscht. Der Kampf um die Medienhoheit hat angesichts der US-Zwischenwahlen eine neue Stufe erreicht.

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