Umwelt, Umwelt, Umwelt: Jetzt sind die Zigarettenkippen dran

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Deutschland wird sauberer und sauberer. Geht es nach den jüngsten Diskussionen, dann gibt es bald einen nächsten Zentralvorgang, mit dem unser Verhalten reguliert wird. Zigarettenkippen bzw. deren Filter bauen sich langsam ab. Dies ist bekannt. Beobachter weisen allerdings auf den Umstand hin, dass die Kommunen, also die Behörden vor Ort, das Wegwerfen der Kippen mit Bußgeldern belegen. In unserer Hauptstadt Berlin kostet das Wegwerfen, sofern es beobachtet wird, beispielsweise 35 Euro. In Hamburg oder München werden dafür 55 Euro fällig. Jetzt diskutiert die Republik – zumindest an einigen Stellen – eine zentrale Vorgehensweise. Das ist ein Symptom.

Warum alles zentral geregelt werden muss….

Liberale Gesellschaften versuchen per definitionem, den Betroffenen ihre eigenen Regelungen und Normen zu überlassen. Damit können die Betroffenen einen Ausgleich der in der Regel unterschiedlichen Interessen anstreben. Dies scheint die modernste Variante, um ein möglichst angenehmes Leben zu führen – jedenfalls war dies das Leitbild derjenigen, die sich eine moderne Bundesrepublik Deutschland herbeiredeten.

Nun geht es bei den Lösungen stets um zentrale Vorgaben. Der starke Staat, der hier gerufen wird, meint eher den zentralen Staat, der aus weiter Ferne bis in die kleinsten Winkel der Republik die Vorgehensweisen regelt. Warum? Die Kommunen, die Kreise und die Bezirke verlieren damit an Autarkie. Ob dies sinnvoll ist? Wohl kaum – würden die Menschen weiterhin ihre Angelegenheiten vor Ort selbst in die Hand nehmen dürfen, wären die Ergebnisse wahrscheinlich andere als die vom Zentralstaat vorgegeben Normen.

Und so wird es kommen. Symbolisch dürfte der Staat nach einem Vorschlag aus Berlin, zitiert in der „FAZ“, ein Pfand erheben. Pfand auf eine Zigarettenschachtel, die mit einem „Taschenaschenbecher“ ausgestattet wäre. Wer diesen zurückerhält, bekommt sein Pfand. Das ganze Procedere könne ein Automat übernehmen und kontrollieren.

Stephan von Orlow, dies ist der Name des Vorschlaggebenden, hat eine Petition an die Umweltministerin eingereicht. Über 55.000 Menschen haben unterzeichnet. Wieder wünschen sich zehntausende von Menschen den starken Staat. Von oben. Hier finden Sie weitere Beispiele…

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