Umwelthilfe nach Art der UNO: Chef macht 500.000 Dollar Reisekosten

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Das Uno-Umweltprogramm (Unep) hat ein handfestes Problem (gehabt). Der Chef der Gruppe, Erik Solheim, hat seit Amtsantritt im Jahr 2016 Reisekosten in Höhe von 500.000 Dollar produziert. Jetzt hat er seinen Rücktritt per Gesuch eingereicht, die Uno hat angenommen. Der Fall wirft allerdings sehr viele Fragen auf.

Uno: Wer guckt eigentlich hin?

Das Programm war sicher aufgelegt, um auch vor Ort den Fortschritt in einigen Fragen mal zu bewundern bzw. zu begutachten etc. Deshalb muss der Chef eines solchen Programms sicher auch mal reisen. Auch daran gibt es keinen Zweifel. 500.000 Dollar machen bei den angegebenen 529 Tagen in den ersten etwa 22 Monaten Reisezeit immerhin pro Reisetag fast 1.000 Dollar aus. Das sit viel Geld, selbst für jemanden, der es nicht selbst aufbringen muss.

Wenn ein solcher „Manager“ also reist und dazu übernachtet, was bei teuren Fernreisen unterstellt werden muss, dann wird er kalkulatorisch an zwei Tagen, wenn er einmal hinreist, dann übernachtet und zurückreist, also 2.000 Dollar ausgegeben haben. Und das ständig. Kostet das Hotel, das er offenbar immer von seinem „Konto“ bezahlt haben muss (sonst wären die Summen noch schwieriger zu erklären) beispielsweise 400 Dollar, weil nicht jedes Hotel in den teuersten Städten dieser Welt liegt, dann bleiben noch 1.100 Dollar für die Reise. Stets und ständig. Das ist eine Leistung, die an sich schon beträchtlich ist.

Wenn aber jemand Chef einer Umweltorganisation ist, dann sind zahlreiche und vor allem weite Reisen eher ungewöhnlich. Das ist die Meinung der Öffentlichkeit. Die Beschwerden sind indes anderer Natur. Der Manager habe seine Reisen nicht hinreichend begründet, so heißt es – hinsichtlich der Unterscheidung zwischen Dienst und privaten Anlässen. Schweden und Dänemark sollen „daraufhin“ ihre Beiträge nicht mehr entrichtet haben.

Was lehrt dieser Fall über den ehemaligen norwegischen Umweltminister? Nicht überall, wo „Umwelt“ auf der Visitenkarte steht, ist entsprechendes Denken drin. Und die UNO scheint eine Organisation zu sein, in der niemand genau hinsieht. Das würde sich so kein einziges privates Unternehmen unbemerkt leisten können.

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