UNFASSBAR: Digital bezahlen… die neue Kampagne

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Ein neuer „Diskussionsbeitrag“ auf „Focus“ zum Thema „Bargeld abschaffen“ hebt das zentrale Thema der Freiheitsbeschneidung schlechthin wieder in das Rampenlicht. Der Artikel beschreibt, dass noch nicht einmal die Hälfte der Umsatzvorgänge im Einzelhandel mit elektronischen „Bezahlmethoden“ abgewickelt würden. Händler sollen, so die Ankündigung, dafür Anreize erhalten. Dies jedenfalls fordert der Verband „Bitkom“. Die Anschaffung von Lesegeräten für alle erdenklichen Formen des digitalen Bezahlens soll zu Umsatzsteuervergünstigungen führen.

Verband wird massiv

Der Verband möchte das digitale Bezahlen mit zahlreichen Vorteilen verknüpft sehen. Die Händler könnten „Kundenbindungsprogramme“ schaffen. Zudem könnten buchhalterische Vorgänge einfacher miteinander verknüpft werden. Auch die Kunden sollten sich freuen: Die „Suche nach Bargeld“, die Abzählerei des Wechselgeldes etwa könnten Zeit kosten, die dann nicht mehr benötigt würde.

Der Verband sieht daher die Regierung in der „Pflicht“, die Händler vor Ort samt und sonders dazu zu drängen, elektronische Bezahlmöglichkeiten anzubieten. Schließlich, hier allerdings wäre dann nicht von der „Pflicht“ die Rede, würden auch die Finanzämter abkassieren. Die Einnahmen aus Steuerzahlungen würden steigen. Warum? Die Zahl der Betrugsvorfälle würde sich reduzieren, da die Umsätze einfach erfasst werden…

Damit wären dann allerdings auch alle kommunizierbaren Vorteile aufgezählt. Mehr Vorteile gibt es nicht, denn die anderen „Vorteile“ sind aus Sicht von Kritikern eher hinter vorgehaltener Hand interessant. Wer bargeldlos zahlt, ist Teil des Systems der elektronischen Tauschgesellschaft. Er kann jederzeit ausgeschlossen werden, mit Bezahlschranken versehen werden oder auch nur mit einem Profil zu erkennen geben, welche Werbeaktivitäten besonders vielversprechend sind.

Wer Teil des elektronisch geschlossenen Systems ist, gibt unfreiwillig noch viel mehr über sich preis. Politische Gewohnheiten über die Mediennutzung (Käufe oder gar Abos), Reisegewohnheiten, Sportgewohnheiten und Ernährungsgewohnheiten. Der Weg zur Bewertung innerhalb von Versicherungssystemen ist nicht mehr weit. Der nächste Hamburger könnte über Beiträge bei den Krankenkassen sehr teuer werden.

Und deshalb sind solche Kampagnen schlicht Propaganda. Sie unterschlagen die tatsächlichen Profiteure und Nachteile. Wir müssen annehmen: bewusst.

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