UNFASSBAR: Mikroplastik im Kot von Menschen aufgetaucht…

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Mikroplastik galt bislang als Randthema im Umweltschutz. Nun taucht das giftige Material im Verdauungssystem von uns Menschen auf. Die Nahrungskette zeigt, wie dramatisch die Situation bei der Plastikbekämpfung eigentlich ist. Sie belegt, wie wichtig politische Lösungen auch und gerade in Merkel-Deutschland wären. Wir beschäftigen uns offenbar lieber mit Fragen nach Grenzwerten bei Emissionen in Großstädten, die weitgehend beliebig sind.

Neun verschiedene Kunststoffarten

Die Forscher haben für ihre Untersuchung sogenannte Probanden im Alter von 33 bis 65 Jahren untersucht. Diese lebten auf unterschiedlichen Kontinenten und würden sich nicht kennen. Die Untersuchung ist also nach wissenschaftlichen Maßstäben in dem Sinne korrekt, dass die Probanden einander nicht absprechen konnten. Sie aßen Lebensmittel, die in Plastik verpackt wurden und/oder nahmen Getränke zu sich, die aus PET-Flaschen stammten, berichtet die „FAZ“. Niemand der Probanden ernährte sich nur von vegetarischen Lebensmitteln.

Die Expertin des österreichischen Umweltbundesamtes wiederum verweist darauf, dass im Labor neun unterschiedliche „Kunststoffarten“ zwischen 50 und 500 Mikrometer nachgewiesen wurden. Diese „Vielfalt“ verschiedener Kunststoffarten sei überraschend. Polypropylen (PP) sowie Polyethylenterephthalat (PET) seien am häufigsten in den Proben vorgekommen.

Sogenannter Mikroplastik entsteht etwa durch den Abrieb von Autoreifen, durch Kosmetika oder durch die Zerkleinerung von Baumaterialen. Allein in Deutschland werden gut 330.000 Tonnen jährlich in die Umwelt gegeben. Zudem entsteht Mikroplastik durch den Zerfall von Plastikprodukten.

Jetzt gelangt es bei uns in die Nahrungsmittelkette. Bitter. Denn wirksamen Schutz dürfte es kaum geben. Mikroplastik etwa gelangt auf den beschriebenen Wegen in das Abwasser und insgesamt damit in den Wasserkreislauf. Schon insofern müssen wir damit rechnen, uns nach und nach selbst zu vergiften.

Politische Lösungen sind nicht in Sicht. Die aktuellen Verantwortungsträger können darauf verweisen, dass die Forschung noch immer in den Kinderschuhen steckt.

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