Unfassbares Datenloch: Social-Media-Konzerne tauschen heimlich Daten aus

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Nach einem Bericht von „Netzpolitik.org“ hat die Datensammelei der Social-Media-Konzerne noch kein Ende gefunden. Die Diskussion um die DSGVO oder andere Verordnungen und Vorschriften schlägt sich noch nicht in einer verbesserten Praxis nieder. So würden „versteckte Tools“ in zahlreichen Apps vorhanden sein, die wiederum ihre Daten an Facebook auch dann weitergeben würden, wenn die Nutzer dort keinen Zugang bzw. Konto hätten. Die Beschwerden haben zumindest in Deutschland angeblich zur „Reumut“ bei Herstellern geführt.

30% aller Apps reichen die Daten weiter

Nach den Informationen dieses Berichtes würden etwa gut 30 % aller Apps auf der Plattform „Android“ die Daten an Facebook weiterreichen. Dazu zählten auch solch bekannte oder scheinbar unverdächtige Apps wie „Meine CDU“ oder die „SPD Landtagsfraktion NRW“. Oder andersherum gesagt: Die Parteien sammeln Daten ein und senden sie weiter. Genau jene Parteien, die sich ansonsten um den Datenschutz kümmern oder vorgeben, sich darum zu kümmern.
Das Informationsportal mobilsicher.de soll dabei nachgewiesen haben, dass es ausreiche, eine solche App zu starten. Selbst ohne Facebook-Account würden die Daten dann weitergereicht. Grundlage sei das „Software Development Kit“ (SDK), das Facebook selbst anbietet und das von zahlreichen Entwicklern in den Apps eingebaut würde.

Damit würde Facebook seinen Dienst „Nutzeranalyse“ bereitstellen. Wer eine solche App betreibt, würde demnach Auskunft darüber bekommen, wie die Nutzer sich in der App bewegen und wie sie diese nutzen. Dabei sei es Facebook sogar möglich, die Daten – in diesem Fall heimlich – in ein Profil zu übersetzen.

Die SPD, Heimatpartei von Heiko Maas, teile dazu mit, sie sei wegen der Information dem Hinweis „direkt nachgegangen“. Die entsprechende App sei aus dem Play Store von Google beseitigt worden. Sie habe das Problem nicht gekannt, lässt die Partei wissen. Sie würde die App wegen der Einschränkungen in der Funktionalität des Programmes auch nicht nutzen.

Datenschutz voraus? Offenbar nicht mit der SPD oder der CDU.

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2 Kommentare

  1. Informationen per Internet. Verschiedene Firmen sammeln Daten und bauen dazu den Datenklau für ihre Studien per App ein.

    So manches Virenschutzprogramm sammelt mit unsere Zustimmung alle Daten auf den PCs.

    Noch müssen wir unsere Zustimmung geben oder eine Unterschrift unter eine Liste setzen, die es erlaubt, die Daten weiter zu geben.

    Irgandwann, wird es zum Standard werden. Wer eine Seite aufruft wird schon erfasst.

    Mit jedem elektronischen Gerät sind wir mit unserem unbewussten Handeln in einem Datenspeicher gelandet.

    Nicht nur im Kinderzimmer oder am Arbeitsplatz, an jeder Supermarktkasse und in jedem Krankenhaus oder Arztpraxis… Auch die Tiere im Kuhstall sind mit der technischen Erfassung ihrer Milchleistung und Futtermengenliste einverstanden, Sie tragen mehrere Erkennungszeichen und einen Chip…. Sie die Tiere und auch wir Menschen werden mit Scannerkammeras erfasst auch ohne unsere Zustimmung.

    Wir nutzen verschieden Suchmaschinen und werden per Klick in verschiedene Kategorien eingeordnet. Maschinen übernehmen unsere Vorlieben, Sehnsüchte, und unterbreiten uns beliebige Angebote…

    Noch haben wir nicht darüber nachgedacht, was das für uns oder für die Zukunft bedeutet….

    Diese Technik hat den Planeten übernommen… mit unserem Einverständnis!

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