Unheimlich: Der heimliche Krisenindikator – Unternehmensschulden

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Die Finanzmärkte stehen vor einer gewaltigen Zerreißprobe. In den meisten Medien sind die Schulden in Unternehmen noch gar nicht hinreichend diskutiert. In der Regel geht es nur um die Verbindlichkeiten der Staaten. Die eigentliche Bombe an den Märkten sind jedoch die steigenden Unternehmensschulden. Warum? Unternehmen können anders als Staaten bei der Bezahlung der Schulden nicht einfach aus dem Vollen schöpfen oder gar eigenes Geld drucken. Die Unternehmen sind dann a) abhängig von den Banken und b) können auch ganze Banken in den Abgrund reißen.

Genau dies dürfte passieren. Derzeit haben die Unternehmen einen Schuldenberg in Höhe von 11,7 Billionen US-Dollar angesammelt, so die Seite www.krisensicherinvestieren.com. Zugegeben, die Zahl lässt sich kaum einordnen: Aber: 2013 lag diese Verschuldung bei 8,8 Billionen Dollar.

2,9 Billionen mehr

Das sind dann 2,9 Billionen Dollar mehr Schulden. Bezogen auf den Schuldenstand von 2013 also ein Anstieg von einem Drittel, also gut 30 %. Binnen vier Jahren bis 2017 entspricht dies ohne Berücksichtigung von Zins- und Zinseszinseffekten grob berechnet 7,5 % Mehrschulden pro Jahr. Also weit mehr als das weltweite Wirtschaftswachstum ausmacht, jährlich. Also eine Schuldenspirale, die auf normalem Weg kaum aufgelöst werden kann.

Zwischen 2010 und 2013 sind die Schulden demnach um 2,7 Billionen Dollar gestiegen. Das waren gut 40 % des Ausgangsbetrags von 2010, 6,1 Billionen Dollar. Wachsen die Schulden also langsamer? Mitnichten. Denn ab 2009 mussten die Schulden zunächst recht stark steigen. Die Märkte kamen aus der großen Finanzkrise 2007/2008. Viele Unternehmen mussten schlechtere Zeiten überbrücken und nahmen darüber hinaus die niedrigen oder fast geschenkten Zinsen der Zentralbanen mit.

Rechnen wir kurz: Steigen die Zinsen auch nur um 1 %-Punkt, wären aktuell 11,7 Billionen Dollar Unternehmensschulden mit 100 Milliarden Dollar mehr Zinsen verbunden. Jahr für Jahr. Nicht zu leisten für die Unternehmen. Die Pleite wird kommen – für uns alle.

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