US-Israelischer Plan für die Balkanisierung Syriens

Gerade zur rechten Zeit erschien im letzten Monat ein Artikel in der Jerusalem Post, der aufdeckt, was man  in Washington und Tel Aviv mit Syrien vorhat. Man will das Land nach bewährter Manier “balkanisieren”. Syrien soll in mehrere “unabhängige” Einheiten entlang religiöser und ethnischer Grenzen aufgeteilt werden. Der Artikel hebt auch die Rolle Israels im Prozess der Destabilisierung Syriens hervor. In der Überschrift heißt es: “Altgedienter kurdischer Politiker ruft Israel auf, die Zerschlagung Syriens zu unterstützen (von Jonathan Spyer)“.

Das Ziel des von den USA gesponserten bewaffneten Aufstandes ist – mit der Hilfe Israels – Syrien in Stücke zu brechen.

Die “Balkanisierung der Arabischen Republik Syrien” muss durch zersetzende Massnahmen erreicht werden, welche dann zu einem “Bürgerkrieg” führen – nach dem Vorbild des führeren Jugoslawien. Letzten Monat wurden “oppositionelle militante” Syrier   in den Kosovo gebracht, um dort Trainigskurse unter der Anleitung der “Terroristenexpertise” der US-gesponserten Kosovo Liberation Army (KLA) zu organisieren…..

Sherkoh Abbas, der Präsident der in den USA agierenden Kurdischen Nationalversammlung von Syrien (KNA) hat Israel aufgerufen, die Zerstückelung Syriens in föderale Strukruren enstrechend der Ethnien des Landes zu unterstützen (Ibid). Eine mögliches Zerstückelungsszenario für Syrien, welche eine säkulare, multi-ethnische Gesellschaft begründen würde, sei die Bildung separater und unabhängiger Staaten für die Sunniten, die Alawiten, die Kurden und die Drusen.”Wir müssen Syrien aufteilen”, sagte Abbas. (Zitat aus der Jerusalem Post, op. cit.).

Die Balkanisierung der Staaten der Welt, vor allem solcher, welche über Bodenschätze verfügen oder die sich gegen die Globalisierungspolitik der City of London wehren, ist seit dem Balkankrieg ein Erfolgsmodell geworden.

Der Yinon-Plan

Der Yinon-Plan ist ein israelischer (rothschildischer) Strategieplan zur Garantie der israelischen Überlegenheit und stellt insofern eine Fortsetzung der britischen strategischen Zielplanung dar. Er fordert und drängt darauf, dass Israel seine geopolitische Umgebung über eine Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Staaten in kleinere und schwächere staatliche Gebilde umgestalten müsse.

Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens eines arabischen Staates an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung in der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im Yinon-Plan [dieses Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, der es 1982 veröffentlichte, benannt] erörtert worden war.

Die Zeitschrift The Atlantic und das amerikanische Armed Forces Journal veröffentlichten beide 2006 weitverbreitete Karten, die sich an den Konzepten des Yinon-Plans orientierten. Neben einem dreigeteilten Irak, den auch der sogenannte »Biden-Plan« des heutigen amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden vorsah, setzte sich der Yinon-Plan auch für eine Aufteilung des Libanon, Ägyptens und Syriens ein. Auch die Zersplitterung des Iran, der Türkei, Somalias und Pakistans passt in das Konzept dieser Politik. Darüber hinaus befürwortet der Yinon-Plan eine Auflösung [der existierenden staatlichen Strukturen] Nordafrikas, die, so prognostiziert er, von Ägypten ausgehen und dann auf den Sudan, Libyen und den Rest der Region übergreifen werde.

Balkanisierung Libyens, des Sudans und des Irak

Der Yinon-Plan ist zu großen Teilen bereits Wirklichkeit geworden. Während das Syrien-Drama gerade vor unseren Augen abläuft, gibt es noch unbestätigte Meldungen, dass Israel drauf und dran ist, den ägyptischen  Sinai zu besetzen. An der israelisch-ägyptischen Grenze kommt es immer wieder zu Schießereien und die Israelis sind “besorgt”, dass den Äyptern die “Kontrolle entgleite”. Man hört die Nachtigall trappsen. Angeblich üben die USA momentan starken Druck auf den ägyptischen Militärrat aus, um den radikalen Moslembruder Mohamed Morsi zum Präsidenten zu ernennen. Sobald das geschieht, wollen die Israelis unter dem Vorwand des Schutzes Israels in den Sinai einmarschieren. Am 2. Mai 2012 berichtet Times of Israel, dass das israelische  Kriegsministerium wegen der sich “verschlechternden Lage” an den syrischen und ägyptischen Grenzen 6 Reservebataillone einberufen hätte. In der Knesset wurde darüber hinaus die Einberufung von weiteren 16 Reservebataillonen genehmigt, falls dies die Lage erfordere.

Auch dem Libanon geht es wohl bald an den Kragen. Vor kurzem verkündete der Cäsar  Netanjahu in einem Interview mit Die Zeit, dass der Libanon auf der neuen Weltkarte” nicht mehr existiere.

Die Türkei und die Kurden

Die Türkei hat von Anfang an die Finger im hinterhältigen Syrien-Spiel des Westens. Sie unterstützt und bewaffnet die “Aufständischen” mit dem Ziel, das syrische Regime zu stürzen. Die Türkei hat der Regierung in Damaskus schon damit den Krieg erklärt, dass sie der “Freien Syrischen Armee” erlaubte, unter dem Schutz der türkischen Armee von türkischem Boden aus in Syrien zu operieren.

Warum steht Erdogan an der Spitze der Kriegstreiber gegen Syrien, obwohl sich in der Türkei viel Widerstand gegen die Syrienpolitik Erdogans regt? Die Türkei tut sich überhaupt keinen Gefallen, Syrien zu destabilisieren, hat sie doch selbst genug Probleme mit den Kurden im eigenen Land; und trotzdem heizt Erdogan die Spannungen zwischen den syrischen Kurden und Damaskus bewußt an.

Von Kurden besiedelte Gebiete in der Türkei, in Syrien, im Irak und im Iran

Treffen hinter verschlossenen Türen im US-State-Department

Im May wurde im US-Außenministerium auf höchster Ebene ein Treffen mit Mitgliedern der syrischen kurdischen Opposition abgehalten. Dabei waren Repräsentanten des Kurdischen Nationalrates (KNC),  Robert Stephen Ford, der ehemalige US-Botschafter in Syrien (der eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung der syrischen Rebellen spielte) und Frederic C. Hof, ein ehemaliger Geschäftspartner von Richard Armitage, welcher der Administration in Washington als “spezieller Koordinator für Syrien” dient.

Die Delegation traf auch mit dem stellvertretenden Außenminister für Nahostpolitik Jeffrey Feltman zusammen.

Frederic C. Hof, Robert Stephen Ford und Jeffrey Feltman sind die Schlüsselpersonen des State Departments für Syrien und pflegen enge Verbindungen zur “Freien Syrischen Armee” und zum Syrischen Nationalrat.

Die öffentlichen Stellungnahmen von Sherkoh Abbasim im Nachgang zu obigen Treffen legen nahe, dass die Aufteilung Syriens und die Gründung eines unabhängigen Kurdistans besprochen wurden. Der KNA-Führer forderte Washington auf, die Gründung eines separaten kurdischen Staates zu unterstützen, “der aus einer autonomen Region in Syrien besteht, welche der kurdischen Regionalregierung im Irak beitritt,…; oder vielleicht sogar einem größeren kurdischen Staat.”

“Die kurdischen Völker in allen Teilen Kurdistans wollen das Recht auf einen eigenen kurdischen Staat. Wir können dieses hehre Ziel nur mit Hilfe der westlichen Demokratien und vor allem mit Hilfe der USA erreichen,” sagte Sherkoh Abbas. (Syria: An Alternative, Choice, Ekurd.net, May 22, 2012).

Der größte Teil Kurdistans liegt in der Türkei.

Quellen:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=31454

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