US-Republikaner Gingrich: Palästinenser sind ein “erfundenes Volk”

Gingrich plaudert aus dem Nähkästchen

Der potentielle Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Newt Gingrich, ein Globalist reinsten Wassers, schleimt sich gerade bei der jüdischen Lobby ein, ohne deren Unterstützung in den USA niemand Präsident werden kann. Dabei bezeichnet die Palästinenser als “erfundenes Volk”.

Dieser dummdreiste Schleimbeutel wurde sicherlich vor der Sendung instruiert über das, was er zu sagen soll, denn auf eine derart hinterfotzige Verdrehung der geschichtlichen Tatsachen kommt nur jemand mit “Chuzpe”.

Dazu schreibt das Wahrheitsministerium (Reuters):
Washington (Reuters) – Der US-Republikaner Newt Gingrich hat die Nahostpolitik von Präsident Barack Obama als realitätsfern kritisiert und die Palästinenser als “erfundenes Volk” bezeichnet. Gingrich hat gute Chancen, als Kandidat der Republikaner in die Präsidentenwahl 2012 zu gehen. In einem Interview des Fernsehsenders Jewish Channel sagte Gingrich: “Erinnern Sie sich, es hat nie einen Staat Palästina gegeben.” Es sei bis ins frühe 20. Jahrhundert ein Teil des Osmanischen Reiches gewesen. “Ich glaube, dass wir ein erfundenes palästinensisches Volk haben, das faktisch Araber sind und historisch ein Teil der arabischen Gemeinschaft.” Und sie hätten die Möglichkeit gehabt, in viele Gebiete zu gehen, fügte Gingrich in dem Interview hinzu, dass der Sender am Freitag im Internet veröffentlichte.
Gingrich bemüht sich wie andere republikanische Präsidentschaftsbewerber um die Unterstützung der jüdischen Bevölkerung in den USA und versprach, als Präsident die Beziehungen zu Israel zu stärken. In dem Interview sagte er, die im Gazastreifen herrschende radikale Hamas und die das Westjordanland verwaltende palästinensische Autonomiebehörde hätten den starken Wunsch, Israel zu vernichten.

Die diplomatischen Bemühungen Obamas in dem Konflikt seien “weit abseits von jeder Realität”, sagte Gingrich. “Das ist so, als ginge man mit einem kleinen Kind in den Zoo und erklärte ihm, der Löwe sei ein Kuschelhäschen.” [1]

Sind die Palästinenser 1948 freiwillig gegangen oder vertrieben worden?

1947 bis 1948 hieß es in Israel offiziell, das Land sei quasi leer gewesen. Eine andere Variante lautet: Die Palästinenser hätten sozusagen freiwillig, in vorauseilendem Gehorsam, ihre Häuser verlassen. Eine neue Generation israelischer Historiker, wie Benny Morris oder Tom Segev, räumten mit diesen Mythen auf. Sie gingen aber nicht weit genug, meint der jüdische Historiker Ilan Pappe aus Haifa.

Der Historiker Ilan Pappe hat mit seinem Buch “Die ethnische Säuberung Palästinas” diese Diskussion erneut angeheizt. Schon der Gebrauch des Begriffes “ethnische Säuberung” im Zusammenhang mit dem Vorgehen Israels ist eine Provokation. Die von Pappe bewusst gewählte Begriffsanalogie zur tatsächlichen “ethnischen Säuberung” im letzten Balkankrieg ist ein zusätzlicher Affront. Anders als die israelische Regierung, die vom “freiwilligen Transfer” spricht, behauptet Pappe, dass die Palästinenser aus ihren Gebieten vertrieben worden seien – und zwar systematisch, nach einem Masterplan, dem so genannten Plan Dalet. Dieser Plan diente laut Pappe nicht ausschließlich der Verteidigung Israels gegen Feinde, sondern wurde für die Legitimation der systematischen Vertreibung der Palästinenser genutzt.

Demnach soll die Israelische Armee im Jahr 1948, kurz vor dem Rückzug der britischen Schutzmacht aus Palästina, die palästinensische Bevölkerung mit brutaler Gewalt und Massakern aus ihren Dörfern und Städten in die Flucht getrieben haben. Pappe beschreibt in seinem Buch unter anderem das Massaker von Deir Yassin, einem Dorf in der Nähe von Jerusalem. Dort sollen am 9. April 1948 mehr als 100 Menschen – darunter zahlreiche Frauen und Kinder – brutal ermordet worden sein. Pappe wird für seine Thesen vor allem in Israel massiv angegriffen.[2]

So einfach geht das!

Quellen:

[1]: http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/200142-us-republikaner-gingrich-palaestinenser-sind-ein-qerfundnes-volkq

[2]: http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/115767/index.html


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