Vater und Mutter sind „ersetzt“ – neue Formulare erwünscht….

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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey von der SPD kümmert sich jetzt um die Bezeichnung von „Vater“ und „Mutter“ auf Formularen. Auf dem „Regenbogenportal“ ließ die Minister wissen, dass gleichgeschlechtliche Elternteile sich nun nicht mehr diskriminiert fühlen sollten. Statt „Mutter“ soll es künftig „Elternteil 1“ heißen, statt „Vater“ „Elternteil 2“, so die Berliner Zeitung „BZ“.

Bissiger Kommentar der „BZ“

Die Zeitung ordnet ein, man sehe, dass „das Ministerium (…) wirklich für alle Fälle vorgesorgt (habe)“ und fragt, ob dies a) notwendig sei und b) ob dies eine Regierungsaufgabe sei. „Der gesetzliche Schutz vor Diskriminierung ist es wohl, aber auch die Erziehung des Menschen bis ins kleinste Detail? Sicherlich nicht.“

Bislang ist das Medienecho in Deutschland dazu noch bescheiden, wohl auch, weil es sich um eine „Empfehlung“ handelt. Allerdings verweisen Kritiker auf die gesellschaftspolitische Bedeutung: Familien in Deutschland sollen bis dato „gefördert“ werden. Sie stehen unter dem Schutz des Staates. Solche sprachlichen Eingriffe zeigen deutliche Unterschiede im Familienbild. Kaum vorstellbar, dass die SPD-Ministerin mit der Union zusammen aus diesen Empfehlungen ein zumindest auf Bundesebene gültiges Gesetz etwa für Formulare in Bundesbehörden machen kann.

Allerdings hat Frankreich bereits ähnliche Schritte unternommen, wie wir berichtet haben:

„Frankreich marschiert voran. Im Zuge der Weltverbesserung hat die Nationalversammlung nun ein „Bildungsgesetz“ verabschiedet, das den „Vater“ und die „Mutter“ abschafft. Elternteil 1 und Elternteil 2 sind die neuen Bezeichnungen, mit denen nun auch gleichgeschlechtlichen Paaren Rechnung getragen wird. Oder werden soll.

Macrons Partei schafft die Fakten

Die Partei von Macron, die République en Marche (REM) hat die neue Reform „unterstützt“, wie es heißt. Es geht um die „Verankerung der Vielfalt von Familien mit Kindern“. Rückschrittliches Denken soll damit der Vergangenheit angehören. Niemand solle sich ausgeschlossen fühlen.

„Um Diskriminierung zu verhindern, dürfen Schulanmeldung, Klassenbücher, Elternberechtigungen und alle anderen offiziellen Formulare mit Kindern nur Elternteil 1 und Elternteil 2 erwähnen“.

Freude herrschte offenbar bei den Parteien in der Mitte und links davon. Bei den Progressiven. Die „Konservativen“ in Frankreich sind „not amused“. Und der „Präsident der französischen Vereinigung für gleichgeschlechtliche Familien, Alexandre Urwicz“. Der fragt als Frage aller Fragen, wer denn nun die 1 sei und wer die 2? Das lässt sich per Gesetz wohl nicht regeln.

Tatsächlich dürfte die Frage noch brisanter werden, wenn weitere Diskriminierungsängste verdrängt werden sollen. „Kind 1“ und „Kind 2“ lassen sich sicher noch über die Chronologie der Ereignisse festlegen. Was aber ist bei Zwillingen zu tun, wenn es auch hier keine Diskriminierung geben sollte, keinen Älteren, keinen Jüngeren. Was, wenn die Eltern sich scheiden lassen sollten und „Elternteil 1“, „Elternteil 2“ noch ein „Elternteil 3“ bekommen sollten? Die Gesellschaft über die Sprache bis ins Letzte ordnen zu wollen, schien bislang nur deutsch zu sein. Frankreich scheint diesbezüglich in der EU angekommen zu sein – oder sogar einen Vorreiter abzugeben.

Sollten sich die Vorschläge bewähren, wird sicherlich die EU eines Tages verbindlich für alle teilnehmenden Länder klären.“

Jetzt sind wir bereits einen Schritt weiter. Wir werden die EU bei diesen und anderen Schritten verfolgen.

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