Verteidigungsministerium: Nicht immer klappt nichts…. Regierungsflieger werden korrekt bestellt

www.shutterstock.com, Alexandros Michailidis, 1234632922

Das Verteidigungsministerium hat sich in Sachen „Beschaffung“ in den vergangenen Monaten und Jahren nicht eben mit Ruhm bekleckert, wie Kritiker meinen. Die Panzer bleiben liegen, Hubschrauber fliegen nicht, Soldaten haben kaum Munition etc. In einem Punkt aber arbeitet das Verteidigungsministerium offenbar korrekt und erfolgreich. Die „Bild“ zitiert aus einem Bericht des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags, dass neue Regierungsflieger angeschafft werden. Schon bis zum 15. April werden die Verträge abgeschlossen sein.

1,2 Milliarden Euro teuer

Die Verträge sehen dann vor, dass die Lufthansa drei Airbus A350-900 beschaffen wird. Insgesamt belaufen sich die Kosten für diese Maßnahme dem Bericht nach auf 1,2 Milliarden Euro. 971 Millionen Euro werden für die Flugzeuge fällig, 229 Millionen Euro kommen zusätzlich durch ein „Selbstschutzsystem“ auf die Rechnung.

Zwei Maschinen werden dafür genutzt, die bisherigen „alten“ Flugzeuge zu ersetzen. Das dritte Flugzeug wiederum soll „die Langstreckenkapazität der Flugbereitschaft“ erhöhen, so der Bericht im Haushaltsausschuss. Es gibt also weiteren Bedarf gegenüber der aktuellen Situation.

Dieser Bedarf entstünde, so das Verteidigungsministerium, durch den Umstand, dass die „Regierungs- und Repräsentationsaufgaben der Bundesrepublik Deutschland im Ausland unvorhergesehen auftreten“ werden. Fraglich, ob sich gegenüber dem aktuellen Zustand etwas ändert. Denn auch bislang sind unvorhergesehene Auftritte eben das, was sie sind: unvorhergesehen.

Möglicherweise ahnt das Ministerium allerdings, dass Deutschland – vielleicht innerhalb der EU oder der NATO – größere Repräsentationspflichten übernehmen möchte oder muss. Dies jedenfalls stünde angesichts der Begründung zumindest im Raum, so Beobachter.

Das Gesamtprojekt wird nicht im normalen Bundeshaushalt abgerechnet, da hier kein Posten vorgesehen war. Vielmehr hat das Ministerium „außerplanmäßige Ausgaben“ für sich in Anspruch genommen. Da es Regierungsflieger betrifft, dürfte der Widerstand aus der Merkel-Regierung überschaubar bleiben.
Fast schon erstaunlich, so das Fazit dieser Redaktion, dass das Beschaffen hier offenbar reibungslos klappen kann.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen