Verwirrende Umfragen: Wird MERZ knapp gewinnen?

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Friedrich Merz liegt jüngsten Umfragen des „Emnid-Instituts“ auf Auftrag der „Bild am Sonntag“ zufolge im Kampf um den Parteivorsitz zumindest bei den Anhängern der Union vorne. Damit ist statistisch betrachtet über den Verlauf der Wahl auf dem Parteitag nichts gesagt. Dennoch gelten solche Umfragen als Stimmungsbarometer. Da Delegierte wiederum einen Teil aus der Grundmenge aller „Anhänger“ darstellen, spiegelt das Barometer die Machtverhältnisse zumindest relativ gut wider.

Kramp-Karrenbauer und Merz liegen vorne

Demnach liegt Merz derzeit zumindest bei den Anhängern dieser Partei mit 49 % Zustimmung relativ klar vorne. Die aktuelle Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer wiederum kommt nach dieser Umfrage auf Zustimmungsergebnisse in Höhe von 32 %. Dieser Abstand ist ein erster ernst zu nehmender Hinweis darauf, dass Friedrich Merz die Nase vorn hat.

Schlecht sieht es hingegen für Jens Spahn aus. Der amtierende Gesundheitsminister wird derzeit von lediglich 7 % der Unions-Anhänger als der geeignete oder favorisierte Kandidat gesehen. Eine andere Umfrage hingegen kommt immerhin – aus Sicht von Kramp-Karrenbauer – zu hoffnungsvolleren Ergebnissen.
Der „ARD-Deutschlandtrend“ misst unter Unions-Anhängern in einer etwas älteren Befragung 46 % Zustimmung für Kramp-Karrenbauer und lediglich 31 % für Friedrich Merz. Hier sind 12 % der Meinung, dass Jens Spahn der richtige Kandidat wäre.

Interessant ist auch das Stimmungsbild unter den „Anhängern aller Parteien“, von denen „Emnid“ spricht. Demnach würde Merz hier 31 % der Stimmen erhalten, Kramp-Karrenbauer 30 % und Jens Spahn 12 %.

Die Ergebnisse zeigen vor allem, dass Jens Spahn weitgehend aussichtslos im Rennen liegt. Dies wiederum könnte dazu führen, dass dessen Anhänger (und Delegierte) frühzeitig das Lager wechseln und einen anderen Kandidaten stützen. Hier wäre die Wahl zwischen Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer. Der männliche Kandidat dürfte zumindest seiner politischen Orientierung nach Jens Spahn näher stehen. Beide gelten als wirtschaftsfreundlich, Kramp-Karrenbauer als Vertreterin des Merkel-Flügels.

Die Chancen für Friedrich Merz, den Mann, der BlackRock als bisherigen Arbeitgeber hinter sich weiß, steigen demnach insgesamt.



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