Von der Leyen im internationalen Spiegel

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Es ist vollbracht, Ursula von der Leyen ist die neue EU-Kommissionspräsidentin. Sie hat damit allerdings nicht nur positive Erwartungen oder Meinungen ausgelöst. Wir dokumentieren auszugsweise Stimmen aus dem Ausland, die – möglicherweise – deren Haltung besser widerspiegelt.

„Zustimmung nicht von Herzen“

Der „De Standaard“ aus den Niederlanden etwa meint, die Zustimmung der EU-Parlamentarier zur neuen EU-Kommissionspräsidentin sei nicht von Herzen erfolgt. Die Mehrheit der „von den EU-Staats- und Regierungschefs eingefädelten Nominierung“ sei „eingefädelt“ worden. Dies sei allerdings nicht von Herzen gekommen. Vielmehr würde der „Schatten der Hinterzimmerpolitik, de dem vorausging, (…) noch lange über ihrer Präsidentschaft liegen“. Nur wenige Europäer würden sich von diesem Schauspiel beeindrucken lassen, so die Zeitung. Allerdings müssten „wir“ mit diesem Europa, so mühsam es auch sei, zurechtkommen.

Eine andere Zeitung aus den Niederlanden, „De Volkskrant“, meint, dass das Wahlergebnis sogar ein Rückschlag für von der Leyen sei. Die lediglich knappe Mehrheit würde, nachdem sie möglicherweise auch mithilfe einiger bald abziehender britischer Abgeordneter zustande gekommen sei, die Ausgangsposition von der Leyens schwächen. Lediglich der Druck zwischen den Institutionen habe die Situation am Ende entschärfen können.

„Le Monde“ aus Frankreich wiederum legt den Finger in die Wunde der deutschen Regierung. Von der Leyen sei „unerwartet“ zurückgekehrt zum Ruhm der Macht. Sie sei eine Ministerin „mit kritisierter Bilanz, umstrittener Redlichkeit (….) und schien auf einem Schleudersitz zu sitzen.“

Die Schweiz lässt über den „Tages-Anzeiger“ wissen, dass von der Leyen als „Brückenbauerin gefragt sei“. Die Zeit der „informellen GroKo“ in Form einer Zusammenarbeit zwischen den Konservativen und den Sozialdemokraten sei vorbei. „Die neuen Mehrheiten sind fragil“, wobei von der Leyen ohne die Hilfe der Mitgliedstaaten nichts umsetzen könne.

Die „NZZ“ wiederum bescheingt von der Leyen, diese sei eine „überzeugte Europäerin“, „in der Wolle gefärbt“. Die Biografie sei „weltläufig“ und es gäbe die Hoffnung, die „verblassten europäischen Sterne“ könnten wieder aufscheinen.

Höchst blumig also, so das Resümee unserer kleinen Rundschau. Fraglich bleibt immer noch, wer sie warum ins Amt gespült hat. Und in welchem Interesse. Hier finden Sie Antworten….

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