Warum der Konflikt im östlichen Mittelmeer noch lange nicht vorbei sein wird

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Gemäß einer türkischen Zeitung soll der Konflikt im östlichen Mittelmeer noch lange nicht beendet sein. Auch wenn sich der Krieg in Syrien seinem Ende nähert. Die syrische Armee des Präsidenten Assad kämpft mit Russland gegen die letzten, noch in der Provinz Idlib verbliebenen Terroristen. Sollte es keine False Flag Chemiewaffenangriff durch den Westen geben, könnte tatsächlich bald der Wiederaufbau in dem gebeutelten Land beginnen, berichtet Sputnik News.

Geht es nach er türkischen Zeitung „Yeni Safak“ wird jedoch schon bald ein neuer Kampf ausbrechen. Um die riesigen Energieressourcen im östlichen Mittelmeer. Denn dort sollen sich die drittgrößten Erdgasvorkommen der Erde befinden. Der Wettlauf um diese Energiequellen soll schon begonnen haben: In der Wirtschaftszone von Zypern will der amerikanische Erdölkonzern Exxon Mobil mit der Erschließung des Gebietes Ende September beginnen. Auch andere Energiekonzerne wie Shell, Total, ENI und Qatargas sollen schon in Verhandlungen um die Förderung der Erdgasressourcen stehen.

Auch Nordzypern, also die Türkei beansprucht die Gasvorkommen. Die griechisch-zypriotischen Behörden haben vorsorglich Frankreich das Recht eingeräumt, einen Marinestützpunkt auf der Insel zu nutzen. Auch die USA sowie Großbritannien haben bereits zwei Militärstützpunkte auf Zypern. Die türkische Zeitung „Yeni Safak“ berichtet weiter, dass sich die Zahl der Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer wöchentlich erhöht. Vor allem Nato-Kriegsschiffe halten sich dort auf. Doch auch Schiffe anderer Länder sollen inzwischen vor Ort sein, so auch russische Kriegsschiffe. Auch die Türkei versucht, ihre militärische Präsenz im östlichen Mittelmeer weiter auszubauen. Einem italienischen Bohrschiff soll die Zufahrt zum östlichen Mittelmeer von türkischem Militär verwehrt worden sein, so Sputnik News. Das Schiff soll die Förderrechte der Türkei verletzt haben.

Das östliche Mittelmeer ist seit dem Jahr 2009 verstärkt in den Fokus amerikanischer Energiekonzerne geraten. Denn damals wurden vor der libanesischen Küste große Erdgasvorkommen entdeckt. Auch vor der israelischen Küste wurden riesige Erdgasvorkommen gefunden. Syrien ist selbstredend daran interessiert, die Erdgasvorkommen vor seinen eigenen Mittelmeerküsten zu fördern. Moskau und Damaskus sollen bereits im Januar 2018 ein entsprechendes Abkommen für die gemeinsame Förderung geschlossen haben. Der Westen will diese Erdgasvorkommen nicht einfach so Syrien und Russland überlassen. Doch sich mit Russland anzulegen, ist gefährlich. Geht es im Syrien-Krieg tatsächlich „nur“ um die Vorherrschaft über die Ressourcen?



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