WARUM die Großprojekte wie Stuttgart 21 und Berliner Flughafen ABSICHTLICH ein Milliardengeschäft sind

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WARUM die Großprojekte wie Stuttgart 21 und Berliner Flughafen ABSICHTLICH ein Milliardengeschäft sind

WARUM die Großprojekte wie Stuttgart 21 und Berliner Flughafen ABSICHTLICH ein Milliardengeschäft sind

Unglaublich, was sich in Berlin und Stuttgart derzeit abspielt? Der BER, also der Berliner Flughafen und der Großbahnhof Stuttgart 21 sind nur Beispiele dafür, wie sehr der Staat Großprojekte in den Sand setzt und dabei Milliarden-Beträge vergeudet. Ist dies reine Dummheit? Wohl eher nicht. Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass die kommenden Großprojekte weitere Milliarden kosten werden, weil die Politik uns die Wahrheit vorab nicht nennen kann – dies würde selbst in Deutschland vermutlich dann nicht mehr durchsetzbar sein. Nur: Was steckt dahinter?

Enorme wirtschaftliche Probleme….

Faktisch sind die Großprojekte das Ergebnis enormer wirtschaftlicher Probleme in Deutschland. Dies mag auf den ersten Blick unlogisch erscheinen. Deutschland geht es doch angeblich gut. Wir haben eine florierende Wirtschaft, die wächst und wächst. Wir haben eine niedrige Arbeitslosigkeit und wir erleben einen Immobilienboom, der nachweist, wieviel Geld eigentlich im System stecken müsste.

Dennoch: Im Großen und Ganzen geht es uns oder der Finanzwirtschaft schlecht. Das sogenannte Finanzkapital sucht Verwertungsmöglichkeiten. Die sind lange nicht mehr so gut wie noch vor Jahren oder gar Jahrzehnten. Die sogenannten Profitraten sinken, da der Hebeleffekt der Investitionen fällt. Bildlich ausgesprochen: Die letztlich funktionierende Produktionswirtschaft bietet immer weniger Möglichkeiten, neue Fabriken aufzubauen (wie noch in der Industrialisierungsphase), Eisenbahnen aufzubauen, ins Weltall zu expandieren etc.

Vor diesem Hintergrund sucht das Finanzkapital bei historisch niedrigen Zinsen (=Renditen) Anlagemöglichkeiten. Die bieten sich insbesondere auf Basis des Grund und Bodens, der bislang unter staatlicher Kontrolle stand. Die Bahn ist geradezu prädestiniert dafür. Der größte Immobilieneigentümer des Landes hat Flächen, die nicht besonders rentabel genutzt werden. Der regionale und mittelregionale Schienenverkehr wird nicht gewollt – und wirft anders als die neuen Großprojekte im Schienenverkehr weniger Geld ab.

Deshalb werden Gleisanlagen, Bahnhöfe und einhergehende Lager etc. in die Erde verlegt. Bahnhöfe oder ehemalige Bahnhöfe und deren Vorbauten werden untertunnelt. Die entstehenden riesigen Flächen werden für Immobilienprojekte genutzt und sind beispielsweise in Stuttgart schon lange vergeben.

Koste es, was es wolle. Denn das Geld dieser Transformation kommt aus der Steuerkasse. Nur wenig anders sieht es bei der Verwertung riesiger Flächen für „den“ Flughafen aus. Der Stadtflughafen in Berlin, also Tegel, wird in die Peripherie verlegt und vom großen neuen Flughafen quasi geschluckt. Die Fläche dort ist nicht so teuer, wird aber dennoch mit neuen enormen Handels- und Dienstleistungsaktivitäten im Umfeld des Flughafens vermarktet.

Tegel hingegen als Filetstück des Staates in der Stadt rechnet sich in dieser Form nicht mehr. Die Immobilienbetreiber warten schon. Koste es, was es wolle. Denn Sie zahlen.

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