Warum die Zinsen in der Euro-Zone eher sinken den steigen werden….

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Die „Welt“ hat jetzt zwei interessante Modelle für die Wirkung der Zinspolitik in der Euro-Zone vorgestellt. Volkswirte kennen die „Taylor-Regel“. Nun gibt es eine konkurrierende Regel, die zeigt, dass wir wahrscheinlich sogar sinkende Zinsen sehen werden. Und damit steigt die Gefahr der weiteren Entwertung des Euro.

Orphanides-Regel…

Die Taylor-Regel ist recht mechanisch. Sie vergleich die Inflationsrate mit den Zielen diesbezüglich und die Auslastung der Produktion – gemessen an der Arbeitslosenrate. Wenn die Auslastung hoch ist, dann droht eine Wirtschaft tendenziell zu überhitzen. Hier wäre es angemessen, den Zins anzuheben, um die Investitionstätigkeit etwas zu reduzieren.

Die Taylor-Regel erklärt den Zinsverlauf aber seit Jahren nicht mehr. Demzufolge ist sie als Analyse-Instrument für die künftige Entwicklung kaum zu gebrauchen. Sie geht zwar von steigenden Zinsen aus – aber wie gesagt: Dies ist ein theoretisches Modell ohne Relevanz. Wichtiger ist die Orphanides-Regel. Die vergleicht die Inflationsprognose und die tatsächliche Inflation. Daraus werden dann die Schlüsse gezogen. Ist die Inflation im Vergleich zur Prognose deutlich zu niedrig, dann hat die Preisentwicklung noch Luft nach oben. Sie darf dann sogar noch Luft nach oben haben, die Bank wird bei der Zinsanhebung vorsichtig sein.

Aktuell sieht es nach der Orphanides-Regel nach sinkenden Zinsen aus – zur Überraschung der Volkswirte. Deshalb heißt es hier: Vorsicht. Sie bekämen für Spareinlagen gar nichts mehr. Und der Euro wird weniger Geld wert sein. Da das Modell offenbar gute Voraussagen gemacht hat können Sie sich weitgehend darauf verlassen. Das heißt: Sie sollten sich gegen die Geldentwertung schützen. Sachvermögen, Edelmetalle und auch Geld in anderen Währungen helfen oftmals. Die Orphanides-Regel kennt nur niemand. Sonst wären viele Menschen „panisch“.
Die Senkung ist allerdings wahrscheinlich die letzte. Die Zinsen sind ohnehin schon am Boden.

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