Warum Kirchen schnell brennen….

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Notre Dame ist in Teilen abgebrannt. Schon fragen sich Beobachter, wie dies so schnell und zunächst unkontrolliert passieren konnte. Einen interessanten Einblick dazu verfasste nun die „FAZ“, die den Brandschutzingenieur Sylwester Kabat befragte, der als Spezialist für den Schutz „historischer Bauten“ gilt.

Dominoeffekte….

Der Experte beschrieb, dass gerade in Kirchen wie der „Dame“ in Paris schnell Dominoeffekte eintreten könnten. Der Einsturz des „Vierungsturms“ würde den gesamten Dachstuhl in Flammen gesetzt haben, der wiederum aus Holz bestand. Ob die „Prävention“ ausreichend sei, könne er nicht beantworten. In Deutschland allerdings sei der Brandschutz oftmals nicht hinreichend. „Regelwidriges und leichtsinniges Durchführen von Dacharbeiten“, wie möglicherweise in Paris geschehen, sei eine wesentliche Ursache für den Brand historischer Kirchen.

Brandschutzmaßnahmen – die oft fehlen – seien etwa Brandschutztüren, die unterschiedliche Gebäudeteile voneinander abtrennten. Zudem verfüge der Aachener Dom „über eine Sprinkleranlage“, zahlreiche Kirchen in Deutschland hätten zudem „trockene Stegleitungen“, in die im Notfall Wasser gepumpt werde, um dieses rasch an den gefährdeten Stellen ausführen zu können.

Maßgeblich für den oft fehlenden Schutz jedoch seien rechtliche Vorgaben. Für Kirchen würden anders als etwa in Veranstaltungsräumen beispielsweise nicht die Regeln der Versammlungsstättenverordnung gelten. Die Folge: Aus vielen Räumen führen keine Rettungswege nach draußen.

Es wird jedenfalls Zeit: Es gebe statistisch einen Kirchebrand pro Woche – und die Feuerwehren seien oft machtlos. „Die Gebäude müssen sich selbst schützen“. Auch wenn die Verantwortlichen „sensibler“ geworden seien – dem Bericht des Experten lässt sich entnehmen, dass an vielen Stellen nachgebessert werden muss. Brandschutztüren, Sprinkleranlagen, Rauchmelder und vor allem Rettungswege sind offenbar unerlässlich. In Notre Dame wird es, so die Spekulation dieser Redaktion, keine entsprechenden Präventionen gegeben haben. Zudem konnte die Feuerwehr den Brand noch nicht einmal von innen bekämpfen – da die Einsturzgefahr zu groß gewesen sei. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Feuerwehr schnell machtlos wird.

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