Washington hält uns für blöd – Paul Craig Roberts

von Paul Craig Roberts

Ein altes Sprichwort sagt, dass wenn die Regierung Angst vor dem Volk hat, Freiheit herrscht, aber wenn die Menschen Angst vor der Regierung haben, dann gibt es Tyrannei. Die Verbrecher in Washington haben vor uns nicht nur keine Angst, sie respektieren uns nicht. Washington schaut auf die Amerikaner hinab wie auf dumme Schafe.

Washington glaubt, dass es der Bevölkerung alles sagen kann, und die Menschen werden es glauben. Zum Beispiel ist die offizielle Lesart, dass die Rezession, die im Dezember 2007 begann, im Juni 2009 endete. Viele Amerikaner glauben das, obwohl sie selbst noch keine wirtschaftliche Verbesserung erfahren haben. Tatsächlich versinken sie weiter in Armut und geraten in deren Nähe.

Und vergesst nicht diese nicht existierenden Massenvernichtungswaffen, die zu besitzen Saddam Hussein von Washington beschuldigt worden ist. Oder die gefälschte Golf von Tonkin-Geschichte, in der Washington behauptete, sein Kriegsschiff sei von Nordvietnam angegriffen worden. Die Liste der offiziellen Lügen ist wirklich lang. Jeder, der alles glaubt, was Washington sagt, ist zu naiv, als dass man ihn allein aus dem Haus lassen könnte. Aber die Amerikaner glauben die Lügen, weil das ihrer Ansicht nach der Patriotismus erfordert.

Indem es sich auf den leichtgläubigen Grossteil der Bevölkerung der USA verlässt, behauptet Washington, ein Komplott der Al-Kaida entdeckt zu haben, die Botschaften der USA in Nordafrika und im Mittleren Osten anzugreifen. Um das Komplott zu vereiteln, schloss Washington für das vergangene Wochenende und für diese Woche 19 Botschaften.

Washington hat nicht erklärt, wie das Schliessen der Botschaften das Komplott vereiteln soll. Wenn die Al-Kaida die Botschaften in die Luft jagen will, kann sie diese in die Luft jagen, egal ob sie geöffnet oder geschlossen sind.

Wenn  Al-Kaida das Botschaftspersonal umbringen will, können sie sie auch zuhause umbringen oder auf dem Weg zur Arbeit oder später in den Botschaften, nachdem der Alarm vorbei ist.

Ich sehe nur in den sich prostituierenden Medien nach, um sicher zu gehen, dass meine derzeitige Einschätzung ihrer Hurendienste für Washington stimmt. Vielleicht ist mir eine Äusserung von Skepsis über die letzte Terrordrohung entgangen. Aber ich hörte den Bericht von NPR (National Public Radio – der amerikanische „Kultursender“). Einst zu Reagans Zeiten war NPR eine unabhängige Stimme. Heute gehört es zu den Medienhuren. NPR lügt mit den Besten von ihnen um die Wette.

Die Medien der USA haben die offenkundige Tatsache ignoriert, dass – nachdem die amerikanische Bevölkerung, der Kongress und Washingtons Marionettenalliierte wie Deutschland ein Thema aus dem eindeutig verfassungswidrigen und völlig illegalen allgemeinen Beschnüffeln gemacht hatten – das Obamaregime den Panikknopf drückte und ein neues Terrorkomplott aufbauschte, um die Kritiker zum Schweigen und den Kongress und Deutschland wieder auf Linie zu bringen.

Washington verkündete, dass eine „Bedrohung“ entdeckt wurde, nämlich dass Al-Kaida – eine Organisation, die Washington bei seinem Bestreben benutzt, die Regierung Assad in Syrien zu stürzen und die  durch Militärverträge der USA mit verbündeten Gruppen in Afghanistan reichlich gefördert wird – drauf und dran war, Botschaften der USA im Mittleren Osten und in Nordafrika in die Luft zu jagen. Washington erklärte nicht, warum Al-Kaida, eine Nutzniesserin von Washingtons Freigiebigkeit, sich selbst den Geldhahn zudrehen sollte, indem sie Botschaften der USA angreift.

Es wundert mich, dass keine Bomben in den Botschaften gezündet wurden, um den Wert der Spionage der Nationalen Stasi-Agentur unter Beweis zu stellen, wodurch gleichzeitig diejenigen im Kongress und unter den Marionettenstaaten in Europa ins Unrecht gesetzt worden wären, die sich gegen die Bespitzelung stellen.

Sobald man nur einen Augenblick über die Behauptung Washingtons nachdenkt, erkennt man, dass Washington seine Unvermögen beweist, indem es solche nicht existierenden Bedrohungen aufbauscht. Offiziell sind die USA mit Al-Kaida seit dem 7. Oktober 2001 im Krieg. Seit fast 12 Jahren hat die „Supermacht“ ein paar tausend leicht bewaffnete Al-Kaida-Terroristen bekämpft und mit welchem Ergebnis?

Trotz Washingtons Behauptungen, die höchsten Anführer von Al-Kaida getötet zu haben, einschliesslich Osama bin Laden selbst, hat es den Krieg verloren. Al-Kaida ist so mächtig geworden, dass sie nicht nur in Syrien mit Washingtons Unterstützung gegen Assad kämpft, sondern auch verhindert hat, dass das Militär der USA Afghanistan besetzt hat. Damit nicht genug: Zusätzlich zu dem militärischen Erfolg der Al-Kaida gegen die „Supermacht“ und dem Chaos, das Al-Kaida weiterhin im Irak produziert, ist Al-Kaida jetzt so mächtig, dass es Botschaften der USA im gesamten Mittleren Osten und in Nordafrika schliessen kann. Die „Bedrohung,“ welche dazu gedacht war, die Position der NSA aufmotzen, beweist in Wirklichkeit Washingtons Machtlosigkeit.

Wir können nur beten, dass Al-Kaida bald Washington selbst schliessen wird. Stellen Sie sich vor das Gefühl einer Befreiung Amerikas, wenn Washington einfach zugesperrt wird, oder besser noch, wenn Washington unter die magische Decke Punjabs gesteckt werden könnte und einfach verschwinden würde. Für die 99 Prozent und für den Rest der Welt ist Washington nichts als ein Unterdrücker.

erschienen am 6. August 2013 auf > Paul Craig Roberts Website

http://antikrieg.com/aktuell/2013_08_07_washington.htm

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