Washington wegen Erfolgen von Assads Armee unter Zugzwang

YPG und syrische Armee bremsen Ankara und protürkische Rebellen aus

MOSKAU, 10. Juni (RIA Novosti).

Die US-Administration wird angesichts des schnellen Vorrückens der syrischen Regierungstruppen voraussichtlich noch in dieser Woche einen Beschluss über technische und finanzielle Unterstützung der bewaffneten Regimegegner treffen sowie die Notwendigkeit der Herstellung einer Flugsperre über Syrien erneut prüfen, meldet AP am Montag.

Laut US-Angaben sind momentan 5000 Hisbollah-Milizen in Syrien auf der Seite der Regierungstruppen im Einsatz, dank denen diese nach der Einnahme der Stadt al-Kusair in der Nähe der libanesischen Grenze weitere Territorien unter ihre Kontrolle nehmen.

Die bisherige Unschlüssigkeit des Weißen Hauses sei darauf zurückzuführen, dass Washington nicht Al Kaida und sonstige Extremisten unterstützen möchte, die Schulter an Schulter mit den Regimegegnern gegen Assad kämpfen.

Experte: Flugverbot über Syrien kommt USA zu teuer

Zu einer Flugverbotszone in Syrien wird es einem führenden Nahostexperten zufolge nicht kommen: Sie würde von den USA einen deutlich höheren Aufwand erfordern als einst in Libyen – und könnte die Assad-Gegner dennoch nicht vor einer Niederlage bewahren.

Eine Flugverbotszone in Syrien wäre für die USA ein großes Problem, denn sie hätten schon in Afghanistan viele Kräfte mobilisiert, sagte Wayne White, einstmalig Vizechef der Aufklärungsabteilung für Nahost und Südasien im US State Department und heute Nahostexperte aus dem Washingtoner Middle East Institute, in einem Interview für RIA Novosti. Eine solche Zone würde einen höheren Aufwand erfordern, weil Syrien eine viel stärkere Luftabwehr habe als einst Libyen.

Eine totale Flugverbotszone einschließlich Angriffe gegen Regierungstruppen und Hisbollah-Milizen hält der Experte für unwahrscheinlich. Es könnte jedoch im Norden des Landes eine begrenzte Flugverbotszone eingerichtet werden, um der Opposition sichere Zuflucht zu verschaffen. „Aber auch sie würde teuer zu stehen kommen und die Rebellen nicht unbedingt vor einer Niederlage bewahren.“

In Syrien dauern seit März 2011 schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen an. Laut den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten mehr als 80 000 Menschen getötet worden. Nach Darstellung der Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt zwingen. Einige US-Politiker fordern eine Flugverbotszone über Syrien, um die militärische Überlegenheit der Regierungsarmee wegzumachen.

http://de.rian.ru/politics/20130610/266276053.html

http://de.rian.ru/security_and_military/20130610/266276828.html

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