Weitere Proteste in Frankreich: Polizeigewerkschaft möchte „streiken“

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Der Protest in Frankreich zieht immer weitere Kreise. Nun möchte auch die Polizei oder zumindest die Gewerkschaft „VIGI“ einen unbefristeten Streik initiieren. Schon am 8. Dezember, also am Sonnabend, möchten die Polizisten in den Streik treten. Der 8. Dezember dürfte ohnehin ein intensiver politischer Tag werden: Die sogenannten „gelben Westen“ wollen ebenfalls eine „landesweite Mobilisierung“ erwirken. Mit anderen Worten: Der Streik soll weitergehen. Die Demonstrationen werden sich noch weiter halten, auch wenn die Regierung inzwischen die Erhöhung der Ökosteuer ausgesetzt hat. Das scheint nicht zu reichen.

Über 25 Millionen Überstunden

Die Polizei-Gewerkschaft wiederum argumentiert damit, dass das Personal der Polizeikräfte bis zum Äußersten ausgelastet sei. Die Polizei habe mehr als 25 Millionen Überstunden angesammelt. Deshalb meint die Polizeigewerkschaft in einer öffentlichen Erklärung, dass die „Forderungen der Gelbwesten-Bewegung“ alle angingen. Es sei Zeit, sich nun „legal zu organisieren und Solidarität mit ihnen zu zeigen“. Dies würde dem Wohl aller dienen, heißt es. Die Polizeigewerkschaft zeigte sich besorgt, da die Polizisten selbst zum Volk gehörten.

Es sei das Anliegen der Gewerkschaft bzw. der Polizisten, „am Ende des Monats über die Runden zu kommen“. Es ginge nicht darum, „Teppiche“ im Präsidentenpalast im Wert von 300.000 Euro auszutauschen. Offenbar eine Anspielung auf die Tätigkeit im französischen Staatsdienst.

Mittlerweile, so heißt es von der Gewerkschaft, würde die Polizei sogar tote Polizeibeamte befürchten, da die Proteste anhielten. Sie gingen davon aus, dass die Polizei Verwundete hinnehmen müsste. Die Unfähigkeit der Führung wiederum sei verantwortlich dafür, dass auch mit Toten zu rechnen sei.

Offensichtlich eine sehr brisante Stimmung in Frankreich… Macron wird nicht umhin, auch mit der Polizei zu sprechen und zu verhandeln. Es geht ganz offensichtlich um mehr als die bloße Anhebung von Ökosteuern auf Benzinpreise. Auch in den Nachbarländern Belgien und in den Niederlanden wird bereits demonstriert.



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