Wer sich krankschreiben lassen muss oder möchte, muss nicht zum Arzt

Zumindest für Arbeitnehmer hat das Corona-Virus derzeit eine kleine positive Seite. Aufgrund der Angst vor der Ansteckungsgefahr müssen Arbeitnehmer aktuell bei einer Krankschreibung nicht mehr zum Arzt. So hat die „Kassenärztliche Bundesvereinigung“ (KBV) zusammen mit dem „Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung“ entschieden, dass Patienten sich telefonisch beim Arzt melden können. Voraussetzung dafür ist, dass die Patienten keine „schwere Symptomatik“ zeigen oder offizielle Kriterien für den Verdacht einer Erkrankung durch das Corona-Virus zeigen.

Vier Wochen lang gültig

Die „Vereinbarung“ gilt, so heißt es, für vier Wochen. Die Patienten können sich auf Basis dieser Vereinbarung immerhin für bis zu sieben Tage lang krankschreiben lassen. Dies soll – so die offizielle Erklärung – Ärzte „entlasten“. Ob dies allerdings tatsächlich zu einer Entlastung führt, darf bezweifelt werden.

Denn die Ärzte sind aktuell in den meisten Fällen nicht durch das Corona-Virus überlastet, denn dafür ist die Zahl der Infizierten schlicht (noch?) zu niedrig. Vielmehr wird auch hier die Angst vor einer Ansteckung wie oben skizziert leitbildend sein. Denn Mediziner stoßen unweigerlich eher und schneller auf Infizierte als Bürger, die Großveranstaltungen besuchen. Wichtig wäre es dann, dass die heilenden Hände nicht selbst dem Virus anheimfallen. Dass die Vereinbarung anders kommuniziert wurde, dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass es darum geht, keine Panik zu erzeugen.

Neben dieser relativ drastischen Maßnahme, die ggf. zu einer weitergehenden „Krankheitswelle“ bei Arbeitnehmern führt, sind zudem jetzt zahlreiche Großveranstaltungen abgesagt worden. Gesundheitsminister Jens Spahn kann hier kein bundesweites Verbot aussprechen, sondern muss dies den kommunalen Behörden überlassen. Die sind aber in Bayern und Nordrhein-Westfalen bereits in zahlreichen Fällen der Aufforderung nahegekommen. Andere Bundesländer werden mit hoher Sicherheit nachziehen.

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