Wetterkriege: Bankster-Geldabsaug-Zyklon Zypern

Kommentar:

(Ein treffliches Gedicht, das mir Alibaba zugesandt hat, vielen Dank dafür)

Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen, aber manche blühen auf: Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben Dinge, die sie gar nicht haben, treten selbst den Absturz los, den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten tun sie sich mit Derivaten: Wenn Papier den Wert frisiert, wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen, haben Sparer nichts zu lachen, und die Hypothek aufs Haus heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft’s hingegen große Banken, kommt die ganze Welt ins Wanken – auch die Spekulantenbrut zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden? Da muss eingeschritten werden: Der Gewinn, der bleibt privat, die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite, und das bringt erneut Profite, hat man doch in jenem Land die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen hat der Kleine Mann zu blechen und – das ist das Feine ja – nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen, fängt von vorne an der Reigen – ist halt Umverteilung pur, stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen das mal nimmer bieten lassen, ist der Ausweg längst bedacht: Dann wird ein bisschen Krieg gemacht.

Das Gedicht ist weder von Tucholsky noch aus dem Jahr 1930 (Dank an Litze für den Hinweis). Es stammt vielmehr aus dem September 2008 und aus der Feder des Österreichers Richard Kerschhofer.

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Die Banksterhorde, die Europa im Würgegriff hält, wird immer dreister. Der Zwergstaat Zypern mit gerade mal einer dreiviertel Million Einwohnern “braucht” mal eben 17 schlappe Milliarden Euro, um seine Schwarzgeldwirtschaft – bestehend aus Kartoffelfeldern und ca. drei Zementfabriken – zu retten. Obwohl für die Ökonomie Zyperns eine mittlere Kreissparkasse reichen würde, sind dort Banken tätig, die im Auftrag ihrer Herren in London das große Rad drehen (wie damals im Zwergstaat Island, der sich mutigerweise der Bankstermafia entledigte).

Zypern ist dabei nur ein Bespiel von vielen. Dort übertrafen allein die Ausleihungen der Bank of Cyprus und der Cyprus Popular Bank an griechische Kreditnehmer zur Jahresmitte 2012 das Bruttoinlandsprodukt des Landes. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Kaum zeigt jedoch die Politik Flagge (oder tut so, als ob sie das täte) und weigert sich, die Kosten für die nächste Bankenpleite zu übernehmen, da steht auch schon die mächtige Bankenlobby auf der Matte. Nach einem Bericht des “Spiegel” erhielten die Pleitebanken in Zypern in der vergangenen Woche Schützenhilfe von ganz oben. Nachdem Dr. jur.  Wolfgang Schäuble auf dem jüngsten Finanzministertreffen bemerkte, Zypern sei nicht systemrelevant, eine Pleite des Landes also keine Gefahr für den Fortbestand der Euro-Zyklon-Zone bedeute, musste er sich anschließend von EZB-Gauner Mario Draghi belehren lassen, dass diese Frage nur von Ökonomen zu beantworten sei und nicht von Juristen (wie dem Rollstuhler).

Seltsamerweise sitzen die von den Bankstern zu Schuldenhunden gemachten ökonomischen Zwerge Europas, wie eben Griechenland und Zypern, auf riesigen Bodenschätzen. Deshalb wird die EZB (in Wahrheit die Bundesbank) auf dem Umweg über die Schimäre Zypern zuerst soweit gemolken, wie es nur geht. Danach reissen sich die Konzerne die zypriotischen “Immobilien” unter den Nagel. “Enrichissez-vous”.

Der Wahnsinn wird immer grösser: “Hilfspaket” über 17 Milliarden für Zwergstaat Zypern

[Kommentar Ende]

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SOTSCHI, 04. Februar (RIA Novosti).

Russland, das Zypern bereits 2011 mit einem Milliardenkredit unter die Arme gegriffen hatte, will dem finanziell angeschlagenen Mittelmeerstaat offenbar keinen neuen Kredit vergeben. Das hat der russische Finanzminister Anton Siluanow am Montag deutlich gemacht.

Russland wäre eher bereit, über eine Milderung der Auflagen des 2011 vergebenen Kredits zu sprechen, als über einen neuen Kredit, sagte Siluanow am Montag in der Schwarzmeerstadt Sotschi.

Er teilte mit, dass Zypern sowohl einen weiteren Kredit als auch eine Milderung der Auflagen beim ersten Kredit beantragt habe. „Wir sind eher bereit, über die zweite Variante zu sprechen.“ Der russische Finanzminister betonte, dass die russischen Finanzspritzen allein nicht ausreichen würden, um die Probleme Zyperns zu bereinigen, wenn eine bedeutende Hilfe vonseiten der Europäischen Union ausbleibe.

Russland hatte im Herbst 2011 Zypern einen Staatskredit von 2,5 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zins von 4,5 Prozent gewährt. Im Dezember 2012 erklärte das Finanzministerium in Nikosia, Zypern stehe kurz vor dem Staatsbankrott. Der Inselstaat bat die internationale Gläubiger-Troika (Europäische Union, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) um Hilfe und beantragte auch bei Russland einen neuen Kredit von fünf Milliarden Euro.

Quellen:

http://www.wiwo.de/politik/ausland/finanzkrise-dritter-bail-out-in-drei-jahren/7697728-2.html

http://de.rian.ru/business/20130204/265453966.html

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Griechenlands Schulden und die globale Ölmafia — ein Mega-Skandal

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