Wie bestellt: Bundesregierung lässt über Islamisten forschen – „Diskriminierungsopfer“

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Wer forscht, hängt bei seinen Ergebnissen immer auch von der Fragestellung ab. Für Wissenschaftler ein alter Hut, für die Politik offenbar nicht. Nun hat die Bundesregierung nach einem Bericht in „Tichys Einblick“ forschen lassen. Genauer: Das „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“. Ministerin ist Franziska Giffey, die einen ganzen „Forschungsaufruf“ formuliert hat.

Auftrag gut dotiert

Die Ministerin möchte die „Forschungsvorhaben zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung mit Fokus auf islamistische Orientierungen und Handlungen“ mit insgesamt 150.000 Euro vergüten oder „fördern“, wies heißt. Wer das Geld haben könne, ist praktischerweise gleich mit festgelegt worden. Dies sind Hochschulen und „außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, „gemeinnütze Nicht-Regierungsorganisationen“ und gemeinnütze Institute, sozusagen Vereine. Dabei wendet sich die Ministerin auch an junge Leute, sprich hier: Nachwuchsforscher.

Dabei ist, wie eingangs beschrieben, die Fragestellung relevant und interessant. Denn es würden vor allem die Analysen zu Wechselwirkungen von individuellen Ausgrenzungserfahrungen sowie Erfahrungen mit Diskriminierungen sowie „religiös begründetem Extremismus“ gefördert. Also die Projekte, die beide Seiten, die Diskriminierung behaupten können oder wollen, die sich vor allem auch auf die Praxis als Gläubige beziehen können.

In der Frage liegt die Antwort nach Ursache und Wirkung. Hier die Diskriminierung, dort dann die Radikalisierung. Das Ergebnis wirkt bei diesem Forschungsprogramm nach Meinung von Kritikern leider wie bestellt. Es könnte auch anders gefragt werden: Haben die religiösen Prozesse hinreichend Einfluss auf die Menschen, um diese zu radikalisieren. Hat die Konzentration in Forschung und Praxis auf Gender oder ähnliche Phänomene überhaupt Wirkungskraft? Gelingt es, mit solchen Forschungsergebnissen Präventivmaßnahmen zu entwickeln? Wird die Diskussion um die Diskriminierung in diesem Zusammenhang vielleicht nur missbraucht, um auf dem Rücken solcher vermeintlicher Vorgänge dann ungehindert die Radikalisierung sogar zu „verstehen“?



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