Wie der Euro bald auch Kroatien zerstören könnte

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Die kroatische Regierung hat – zum Leidwesen der kroatischen Bürger – beschlossen, den Euro einzuführen. Doch um den Euro zu erhalten, muss das Land harte Reformen durchziehen – die wiederum von Brüssel aufdiktiert wurden. Einige Reformen haben bereits tiefe Spuren hinterlassen, wie etwa bei der Rente. Jetzt reicht es den Kroaten bereits und viele rebellieren – denn gerade für die jungen Menschen steht vieles auf dem Spiel.

Bereits 20 Prozent der Einwohner, vor allem die im erwerbsfähigen Alter, haben das Land verlassen. Grund sind die „Rentenreformen“, die vielmehr drastische Sozialkürzungen sind und gleichzeitig massive Erhöhungen der Mehrwertsteuer, um den Staatshaushalt zu sanieren. Zudem sind die Reallöhne in Kroatien in den letzten neun Jahren um fast 10 Prozent gesunken – bei Lebenshaltungskosten die nahe bei deutschen Niveau liegen.

Der Neoliberalismus und die Politik des Standortwettbewerbs der Eurokraten in Brüssel hat also auch Kroatien erreicht – und ist dabei, das Land zu zerstören – so, wie bereits Griechenland zerstört und Spanien sowie Portugal in die Knie gezwungen wurden. Diese Politik des neoliberalen Terrors, die sich auf EU-Vorgaben und EU-Kriterien beruft, hat nun auch in Kroatien Folgen für die Beliebtheit der Euro-freundlichen kroatischen Regierung sowie dem EU-Apparat in Brüssel.

Die Stimmung im Land ist dabei umzukippen. Aktivisten sind im ganzen Land unterwegs, um Unterschriften für ein Referendum zu sammeln, das die jüngste Rentenreform rückgängig machen soll. Die Wut der Bürger über die Reformen der letzten Jahre ist enorm – darauf setzen die Aktivisten. Denn nach den neuen Regeln sollen Frauen und Männer erst mit 67 Jahren in Rente gehen können. Wer früher in den Ruhestand will, muss Abschläge in Kauf nehmen. Für uns Deutsche klingt das sehr bekannt. Es entspricht im Wesentlichen dem, was hier im Land abläuft. Nur dass die Lage in Kroatien noch dramatischer ist, als in Deutschland. Kroatien ist nicht das erste Land, das durch den Euro zerstört wird – und wird nicht das letzte sein.

Die gesamten Enteignungspläne: Lesen Sie hier.

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