Wie der „Spiegel“ den „Rekord“anstieg des Meeresspiegels erfand

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Der „Spiegel“ hat sich wieder in die erste Reihe der Klimaretter gestellt. Nun attestiert das Hamburger Magazin der Erde eine neue Katastrophe. Der Meeresspiegel ist gestiegen. Und damit habe er einen „Rekordwert“ erreicht. „Höher als alles, was Satelliten je zuvor gemessen haben.“ Das ist eine – hoffentlich – wissentliche Falschaussage, die ihresgleichen sucht.

Satellitenmessung – unglaublicher Maßstab

Der Fakt selbst mag stimmen. Nur: Wie lange beobachten Satelliten aus dem Weltraum unsere Erde? Im Zeitenmaßstab unserer Weltgeschichte für den Bruchteil eines Bruchteils einer Sekunde. Wer ernsthaft Daten zur Entwicklung der Erde im Verlauf der Geschichte erheben möchte, kann sich niemals – einzig -auf Satellitenbilder berufen. Die Erde ist im Laufe der Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende und Jahrmillionen unglaublichsten Veränderungen unterworfen.

Eiszeiten wechseln sich mit Warmzeiten ab. Kontinente driften auseinander. Gebirge falten sich auf. Meeresspiegel steigen und Meeresspiegel fallen. All das können Satelliten nicht beobachtet haben. All das ergibt sich aus geologischen Untersuchungen, aus Modellen und inzwischen auch aus computergestützten Modellberechnungen.

Einen Anstieg des Meeresspiegels um 3,7 Millimeter, wie er nun beobachtet wurde, kann als Datum beschrieben werden. Als Fakt. Die Einordnung in eine Theorie – was passieren wird, warum es so und nicht anders passiert oder welche alternativen Entwicklungspfade möglich sind -, ist angesichts eines kleinen Faktes dieser Art schlicht unseriös. Vor allem ist die Bewertung als „Rekordwert“ unseriös. Das Hamburger Magazin ist mit dieser Form des Alarmismus bereits seit Jahrzehnten mehr oder weniger erfolgreich. Wer erinnert sich nicht (bei entsprechendem Lebensalter) an das große angekündigte „Waldsterben“ aus den 80er Jahren? Auf Titelbildern des „Spiegel“ deutlicher zu beobachten als bis heute in der Realität.

Schade, so Kritiker, dass derartige „Bericht“erstattungen, die weniger berichten denn bewerten, der guten Sache nicht dienlich sind. Selbstverständlich hat der Mensch Einfluss auf die Erdentwicklung. Wie groß der ist, welche Richtung der Einfluss nimmt, all dies ist umstritten. Es dürfte indes niemandem damit gedient sein, „Rekorde“ zu verkünden, die es nicht gibt. Schade für alle Beteiligten.

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